Berichte

Anlässlich der Einweihung von „Joachims Nähcafe´“ im Oktober letzten Jahres äußerte sich Bürgermeister Frank-Peter Ullrich folgendermaßen: 

„Zuerst Joachims Anziehpunkt, dann Joachims Lädchen und jetzt auch Joachims Nähcafé – da habe ich mich gefragt: Wer ist eigentlich dieser Joachim? Auf jeden Fall ist diese Familie ganz schön gewachsen.“

Ein passendes Bild, wie ich finde. Von einem Familienmitglied möchte ich etwas ausführlicher berichten:

JoachimsLädchenLogo

Im April 2022 haben wir im Pfarrheim von St. Joachim mit der kostenlosen Lebensmittelausgabe an bedürftige Menschen begonnen. Unsere Aktion findet regen Zuspruch. Zurzeit begrüßen wir ca. 70 Besucher*innen, die für etwa 200 im Haushalt lebende Personen etwas für ihren Bedarf aussuchen, Tendenz steigend. Die große Nachfrage zeigt, dass unsere Idee, einmal monatlich eine solche Ausgabe zu organisieren ein hilfreiches Angebot ist. 

Ein Team von acht, ehrenamtlich engagierten Mitarbeiter*innen ist regelmäßig vor Ort und sorgt für eine freundliche, zugewandte Atmosphäre. 

In Joachims Lädchen treffen wir ganz unterschiedliche Menschen mit jeweils eigenen Geschichten. 

Daruntern sind viele geflüchtete Menschen aus der Ukraine – Mütter und ihre Kinder, Jugendliche, große Familien und alte Menschen. Zu uns kommen auch alleinstehende Rentner und Rentnerinnen, deren kleine Rente vorne und hinten nicht reicht, und die nicht wissen, wie sie bei den gestiegenen Preisen das alles noch bezahlen sollen. Strom, Heizkosten, Lebensmittel – so vieles ist teurer geworden. Das betrifft natürlich auch kinderreiche Familien, denen wir mit unserem Angebot zumindest ein wenig Entlastung verschaffen können. Uns ist bewusst, dass dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Doch möchten wir vor allem eins zum Ausdruck bringen: 

„Du bist hier willkommen!“  

 

Joachims Lädchen

Zitate von Besuchern:

 „Gut, dass ihr da seid!“

 „Es hilft uns schon – 

mit vier Kindern wissen wir manchmal nicht, wie wir über die Runden kommen sollen.“ 

„Ist das von der Kirche? 

Finde ich gut, dass die katholische Kirche das hier macht.“

Katastrophe 3

 

Kartenabgabe

 

„Eigentlich hätten wir schon in den vergangenen Jahren zur Tafel gehen können – es war immer so knapp, und auf vieles haben wir verzichtet. Aber mein Mann wollte das nicht. Jetzt, wo mein Mann nicht mehr da ist, habe ich mir ein Herz gefasst und bin hergekommen.“

Warenkorb 1 2

 

Zusammen mit „Joachims Anziehpunkt“, „Joachims Näh- und Erzählcafé“ und „Joachims Lädchen“ möchten wir im Herzen von Düren-Nord einen (weiteren) Ort schaffen, indem die Menschen sich willkommen fühlen, Begegnungen möglich sind und unterschiedliche Bedürfnisse Platz haben.   Wir beraten auch gerne, wenn es erwünscht ist. 

Unser Dank

Joachims Lädchen finanziert sich über Spenden. Deshalb freuen wir uns über jede Unterstützung, die wir erfahren haben, sei es durch Lebensmittel- oder Geldspenden oder in Form von tatkräftiger Mitarbeit. Z.B. sind die Weckchen, die zum  St. Martinsfest  im Lädchen verteilt wurden, komplett von Gemeindemitgliedern bezahlt worden. Die Frauengemeinschaften aus Echtz und Birkesdorf, die St. Joachims Schützen, die Dürener Schatztruhe sowie private Spenden und der Erlös der Arnolduswoche haben zur Sicherung unseres Angebots beigetragen. Und immer wieder wurden Taschen und Kisten mit Lebensmitteln ins Pfarrheim von St. Joachim gebracht. 

Das ist einfach großartig! 

Dafür möchten wir 

von Herzen DANKE sagen! 

Danken möchten wir auch der Firma EDEKA Anja Mülln, die uns als zuverlässige Kooperationspartnerin mit stark rabattierten Waren versorgt. 

 

Unsere Bitte

Selbstverständlich haben sich die Pfarre St. Joachim und St. Peter und auch Joachims Anziehpunkt an der Finanzierung beteiligt. Um das Angebot langfristig zu sichern, benötigen wir allerdings weitere finanzielle Hilfen. Der monatliche Bedarf liegt z. Zt. bei ca. 1000 €. Möchten Sie uns ebenfalls unterstützen? 

Vielleicht durch eine Patenschaft oder eine einmalige Spende – jeder Euro hilft! 

Sprechen Sie uns gerne an. Wir freuen uns!

Kontakt: Dorothee Wakefield, Gemeindereferentin, Tel.: 0151- 57459810

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Gottesdienst am 4. Fastensonntag:

Am 18.03. um 17 Uhr in St. Joachim und am 19.03. um 11 Uhr  in St. Peter Birkesdorf  werden wir die Heilige Messe zu diesem Thema gestalten. 

Die Kollekte in den Gottesdiensten ist für die Lebensmittelausgabe bestimmt. 

Glockenturm2FOLGE 1: Neue Glockensteuerung erlaubt ungeahnte Möglichkeiten

In der Sakristei der Birkesdorfer Kirche St. Peter wurde Anfang Februar ein neuer Läutecomputer installiert, der das in die Jahre gekommene, störanfällige, vorhandene Gerät ersetzt.

Aufgabe dieses Computers ist zunächst die funkgenaue Steuerung der Turmuhr (Zifferblätter), der Uhrschläge und des Glockenläutens.

Das majestätische Birkesdorfer Geläute besteht aus 5 großen Glocken und wurde im Jahre 1979 von der Eifeler Glockengießerei Mark in Brockscheid bei Daun gegossen, nachdem etwa 10 Jahre vorher ein Neubau des Kirchturms erfolgt war. Damals hat man keine Kosten und Mühen gescheut und alle Glocken (!) mit sog. Schlagwerken ausgestattet. Dies sind große Hämmer, die über starke Elektromagneten gesteuert werden und u.a. die Uhrschläge ausführen. Die Tatsache, dass in Birkesdorf alle Glocken ein Schlagwerk haben, ist eine Besonderheit, die es seither ermöglicht hat, zu jeder vollen Stunde das „Salve Regina“ ertönen zu lassen.

Leider war dieses „Salve Regina“ bisher die einzig mögliche Melodie…

Zurzeit sind wir dabei, weitere Melodien herauszufinden, die mit den vorhandenen Tönen des Geläutes spielbar sind. Einige ertönen bereits regelmäßig vom Turm, darunter 

Wachet auf, ruft uns die Stimme!      (um 7 Uhr) 

O Du hochheilig Kreuze                    (in der Fastenzeit)

Sagt an, wer ist doch diese               (um 12 Uhr und um 18 Uhr)

Christ ist erstanden                          (in der Osterzeit)

 

Über Weihnachten haben wir uns übrigens bisher noch keine Gedanken gemacht…

Bei all den Melodien handelt es sich jedoch nur um den jeweiligen Anfang eines Liedes, da man mit 5 Tönen nun mal stark eingeschränkt ist. Um komplette Melodien spielen zu können, müsste man über ein echtes Glockenspiel mit viel mehr Tönen (wie z.B. in Echtz oder in der Annakirche) verfügen.

Zusätzlich sind die Schlaghämmer übrigens nun auch manuell über eine Art Tastatur von der Sakristei aus spielbar, so dass wir nun endlich alle Möglichkeiten ausschöpfen konnten!

 

(Frank Grobusch)

AufEinWort2Sr. Christa Maria Plum„Positives vermitteln und miteinander reden“

In unserer Reihe „Auf ein Wort“ stellen wir engagierte Menschen, ihre Aufgaben und Projekte vor. 
Joachim Krampe ist seit 2011 Diakon in unserer GdG. Er ist verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Kindern und stolzer Großvater. Aus Schlich stammend wohnt er zusammen mit seiner Frau schon seit über 30 Jahren in Echtz. 

Lieber Herr Krampe, Sie versehen seit 11 Jahren den Dienst als Diakon, das heißt, es gab ein Leben vor der Berufung zum Kirchendienst?

Mein erlernter Beruf ist Telekommunikationstechniker und mit dieser Ausbildung habe ich als Berufssoldat und Mitglied einer technischen Einheit 35 Jahre lang in der Bundeswehr gedient. Im weitesten Sinn war meine Einheit für technische Wartungen innerhalb der gesamten Bundesrepublik, aber auch oft für längere Zeiten im Ausland zuständig.

Meine „Basis“ blieb aber immer in Echtz, zum Glück musste ich keine Wohnortwechsel vornehmen.

 

Da stellt sich natürlich die Frage, wie kommt man vom Dienst als Soldat zum Dienst in der Kirche? 
(Anm.d.Red.: Eigentlich ist das in der Kirchengeschichte keine Seltenheit, man denke z.B. an den Hl. Martin) 

Jetzt kommt die Sache mit der Berufung. Auslandseinsätze sind schon heftig, wenn man das so ausdrücken darf. Viele Kameraden haben das mit sich selbst ausgemacht, aber ich hatte das Glück, dass wir einen Franziskanerpater als Seelsorger hatten, der mich bei Gottesdiensten immer mitgenommen hat, mich seelsorglich unterstützt hat und den ich bei den liturgischen Diensten unterstützen konnte. Das hat mir so gut getan, dass ich gesagt habe: da ist noch mehr! 

Es ist eine Erfahrung, die man nicht so einfach erklären kann. Er hat mich quasi an die Hand genommen, als Mentor, und irgendwann den Impuls gegeben: wäre das Amt des Diakons nichts für dich?   

Das musste ich mir natürlich gut überlegen, denn es ist ein sehr intensiver und einschneidender Schritt mit Konsequenzen auch für das Privatleben. Die Entscheidungsphase ist sehr spannend gewesen, und letztendlich haben mich die Umstände und das Erlebte sowie das gute Wirken dieses Paters  auf den Weg gebracht und in meinem Entschluss bestärkt. Der Weg war nicht einfach, denn ich musste diese doch sehr langwierige Ausbildung berufsbegleitend während meiner Dienstzeit absolvieren.

 

Wie sieht denn diese Ausbildung zum Diakon aus?

Bevor man in den Diakonatskreis aufgenommen wird, gelten bestimmte Regularien, ein unverheirateter Bewerber muss mindestens 25 Jahre alt, ein verheirateter mindestens 35 Jahre alt sein und man muss ein Theologiestudium abschließen. 

In meinem Fall war dies ein dem Hochschulabschluss gleichgestellter Fernstudienkurs, heute vergleichbar mit einem Bachelorabschluss in Theologie. 

Die nachfolgende Ausbildung im Diakonatskreis ist zunächst ein Jahr auf Probe angelegt und dauert insgesamt 4 Jahre. 

Nach dem Probejahr ist die Entscheidung verbindlich. Der Lernstoff des Studiums wird dabei noch einmal unter Praxis-aspekten aufgearbeitet, dazu kommen liturgische, pastorale und kirchenrechtliche Themen, Sakramentenausbildung und im letzten Jahr schwerpunktmäßig Predigtausbildung (Homilie). 

Da ich während dieser Ausbildung noch voll in meinem Beruf war, konnte ich die Ausbildung selbst immer nur an den Wochenenden in Aachen absolvieren, das war schon eine herausfordernde Angelegenheit und wäre ohne das Verständnis und die Unterstützung meiner Frau nicht möglich gewesen. 

Noch vor meiner Weihe musste ich mich entscheiden, ob ich mein Diakonat im Haupt- oder Nebenamt ausüben wolle. Da ich durch mein Ruhestandspension versorgt war, wollte ich keine kirchliche Planstelle belegen und habe mich für das Nebenamt entschieden, d.h. ich erhalte demnach kein Gehalt, sondern nur eine geringfügige Aufwandsentschädigung.

 

Ist denn das Thema Zölibat für Diakone relevant?

Ja natürlich, ein unverheirateter Bewerber muss sich zum zölibatären Leben verpflichten. Verheiratete Bewerber nur, falls der Ehegatte verstirbt.

 

Was ist Ihr Aufgabenbereich als Diakon in unserer GdG?

Zunächst möchte ich sagen, dass ich sehr glücklich bin, hier im pastoralen Team der GdG arbeiten zu dürfen. In diesem Team werden die Aufgaben sehr klar definiert. Alle pastoralen und liturgischen Aufgaben, die ich auch aufgrund meiner Weihe übernehmen darf, werden mir durch Pfarrer Glasmacher übertragen, dazu zählen vor allem Taufen, Beerdigungen, Trauungen, Wortgottesdienste, die Assistenz in Eucharistiefeiern, Segnungen  für die verschiedenen Bereiche des Lebens und Tätigkeiten in der Gemeindearbeit, die durch Absprachen im Team verteilt werden.

Als meinen persönlichen Hauptschwerpunkt in meiner Arbeite sehe ich das Gespräch mit den Menschen, sie zu besuchen, ihnen nahe zu sein, das sind die Dinge, die sind mir wichtig. 

Ich möchte mit den Menschen reden, und ihnen zuhören, im persönlichen Kontakt erfahren: was ist los in Kirche und Gemeinde, welche Anregungen, Fragen oder Probleme gibt es? 

Deshalb steht in meinen Kontaktdaten im Pfarrbrief auch meine Privatnummer. Ich möchte erreichbar sein, denn wenn bisher jemand angerufen hat, dann war auch dringender Rat, Zuspruch oder Hilfe nötig. Die größte Freude ist es, wenn eine ehrliche Rückmeldung oder Reaktion zeigt, dass jemand berührt oder angesprochen wurde durch meinen Dienst.

 

Haben Sie auch noch Zeit für Hobbys?

Natürlich, ich bin ein begeisteter Fahrradfahrer,  wann immer möglich mache ich mit meiner Frau zusammen gemeinsame Fahrradtouren am Rhein entlang oder in der näheren Umgebung bis nach Holland. 

Der Handwerker in mir lässt mich überall im Haus tätig werden, vor allem, bedingt durch meine Berufsausbildung, wenn es um elektrische oder technische Tätigkeiten geht. Sogar beim Holzhacken mit der Axt kann ich mich regelrecht entspannen oder austoben. Einmal im Monat bin ich sogar noch als Schiedsrichter in der Fussballkreisliga aktiv, was mir trotz mancher Schwierigkeiten auf dem Platz immer noch große Freude macht.

 

Gibt es eine Lieblingsstelle in der Bibel?

Eindeutig ja! Das ist die Geschichte von Jona und dem Wal. Für mich die absolute Berufungsgeschichte: Man wird berührt und angespochen. Dann sagt man: „Nein, ich will das eigentlich nicht!“ Man flieht, man geht, wird wieder eingeholt und auf den Weg gebracht. Diese Geschichte passt zu mir, ich bin überzeugt, dass Gott gewollt hat, dass ich diesen Dienst tue.

 

Wen würden Sie denn einmal persönlich treffen wollen?

Zu Lebzeiten hätte ich gerne Mutter Teresa kennengelernt, ihr diakonischer Ansatz, ihre Barmherzigkeit und ihr tatkräftige Hilfsbereitschaft haben mich sehr beeindruckt.

Ansonsten würde mich ein Treffen mit Barrack Obama interessieren, der, so wie er sich gezeigt hat in seiner Art, auf mich einen großen Eindruck gemacht hat. 

 

Lieber Herr Krampe, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viele gute Begegnungen und Erfahrungen in Ihrem Dienst als Diakon!

(Das Interview führte Gerd Funk)

 

Baumaßnahmen an der Pfarrkirche und an der Arnolduskapelle

Seit April dieses Jahres finden an sowie rund um Klein und Groß St. Arnold umfangreiche Sanierungsmaßnahmen statt. Mit Unterstützung des Bistums Aachen und der Bezirksregierung Köln konnte/konnten

  • der Kirchturm der Arnolduskapelle neu verfugt werden und der Turmhelm eine neue Verschieferung erhalten. Des Weiteren wurde der Turm statisch ertüchtigt und die Holzkonstruktionen im Innern konnten ausgebessert werden.
  • an der Pfarrkirche die Sakristeidächer und teilweise auch die dazugehörigen Dachstühle komplett erneuert werden. Ebenso wurde das Sockelmauerwerk an der gesamten Kirche und das Pfeilermauerwerk an der Nordseite neu verfugt. Des Weiteren musste der Blitzschutz ergänzt werden und auf dem gesamten Gelände mussten  sämtliche Kanalleitungen erneuert werden. Die hierfür erforderlichen Grabungsarbeiten wurden von der Bodendenkmalpflege begleitet, da die Leitungen durch ein Gräberfeld führen. Abschließend werden noch die Kirchenfenster auf der Nordseite durch eine Fachfirma überarbeitet.

Wir gehen derzeit davon aus, dass alle Arbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen sein werden.

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Verkauf des Pfarrhauses

Der Kirchenvorstand hatte bereits Ende des letzten Jahres beschlossen, das Pfarrhaus nach dem Auszug der Schwestern zu veräußern, da zur Neuvermietung eine Komplettsanierung erforderlich geworden wäre. Mit Frau Dr. Barbara von Meer geb. Velder, die gebürtig aus Arnoldsweiler stammt,  konnte eine Käuferin gefunden werden, die das Gebäude für eine spätere Vermietung im Einklang mit den Vorgaben der Denkmalpflege renovieren möchte.

Gleichzeitig hat der Kirchenvorstand entschieden, den Verkaufserlös unmittelbar wieder einzusetzen und zwar für den Bau eines Mehrfamilienhauses am Kindergarten. Hier sollen 6 barrierefreie Wohnungen entstehen, die besonders auch für Senioren geeignet sind. Die Planungen laufen derzeit noch und ein Bauantrag wird in Kürze gestellt. Mit den Mieteinnahmen sollen langfristig die Kosten für den Betrieb und die  Instandhaltung von Pfarrkirche und Arnolduskapelle gedeckt werden.

Für den Kirchenvorstand

Norbert Eßer

Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe eröffnet

Einen wichtigen Baustein im Netzwerk zur Unterstützung pflegender Angehöriger gibt es nun auch im Kreis Düren.

„Der Löwenanteil der Pflege wird zu Hause durch die Angehörigen geleistet. Deshalb sind wir sehr froh, nun auch die Pflegeselbsthilfe im Kreis Düren mit dieser Einrichtung aktiv unterstützen zu können“, freut sich Fachbereichsleiter Elmar Jendrzey vom regionalen Caritasverband Düren-Jülich. Das Projekt ist zunächst auf 3 Jahre angelegt. Dienststelle ist das Caritas-Beratungsbüro in Merzenich. Diplom-Sozialarbeiterin Britta Münch leitet das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe und verfügt über viel Erfahrung in Netzwerkarbeit und Empowerment von Gruppen und Initiativen. „In Nordrhein-Westfalen leben mehr als 640.000 Pflegebedürftige, die nicht allein von professionellen Pflegeeinrichtungen versorgt werden können. Pflegende Angehörige leisten eine wichtige Aufgabe“, so Münch.

Interessierte können sich ab sofort an Britta Münch wenden. Sie hilft bei allen Fragen rund um bestehende oder die Neugründung lokaler Gruppen, bei sonstigen Fragen zu deren Förderung und Organisation, vermittelt in bestehende Gruppen und vieles mehr. 

Sie ist erreichbar unter der E-Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! sowie telefonisch montags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 14 Uhr unter (02421) 967625 und persönlich in der offenen Sprechstunde im Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe, Lindenstraße 2, 52399 Merzenich, mittwochs von 12 bis 14 Uhr.

CAFÉ AUSZEIT – EIN TREFFEN FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE

Jeden letzten Donnerstag im Monat findet das Treffen von 10 – 11.30 Uhr
in der Seminarkapelle der Caritas in Düren in der Friedrichstraße 11 statt. (29.09.22)

Jeden ersten Donnerstag im Monat findet das Treffen von 16.30 – 18 Uhr
im Beratungsbüro der Caritas in Merzenich in der Lindenstr. 2 statt. (06.10.22)

Sie haben die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, finden Unterstützung und Verständnis, hilfreiche Informationen sowie Impulse durch einen anderen Blickwinkel. 

Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist notwendig unter 02421-967625 (Frau Münch) oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Es gilt 3G.

Ubi CARITAS et amor ...
„Wo die Liebe ist, wo wir etwas für unsere Nächsten tun, da ist Gott“ 
Beispiele aus unserer GdG  -  Zur Nachahmung ausdrücklich empfohlen

„Gemütliche Kaffeerunde - Hoven“

Auf der Seite „Regelmäßige Angebote“ ist diese Runde in jedem Pfarrbrief zu finden. Einmal in jedem Monat, in der Regel an jedem 3. Donnerstag, wird zu einem gemütlichen Kaffeetreff eingeladen. 

Es kommen Gäste aus Hoven, Echtz und Mariaweiler. Mehrmals im Jahr, z.B. zu Karneval, Ostern, Nostalgie Kaffee, Oktoberfest usw. werden Mottonachmittage veranstaltet. Es wird wird viel erzählt, Gedichte oder Geschichten vorgetragen und auch immer etwas gesungen. 

Ansprechpartnerinnen sind Frau Gisela Dzwiza und Frau Magda Baum, bei denen aktuelle Informationen erfragt werden können.

Am 18.08.2022 wurde das Treffen in besonderer Weise gestaltet, ein kleiner Ausflug zur Grillhütte in Echtz stand auf dem Programm. Bei Kaffee, Kuchen und Gesang (begleitet von Roswitha Reimer mit der Gitarre) verbrachten alle bei schönem Wetter einen gemütlichen Nachmittag. Besondere Gäste waren die Damen aus Echtz, Herr Servos, sowie Herr und Frau Iseke, über deren Besuch sich das Team der gemütlichen Kaffeerunde sehr gefreut hat.

 SeniorenGrillhuetteKaffeeteam

AufEinWort2Petra Tönnes„Ansprechpartnerin für Brautleute und Pläne aller Art“

In unserer neuen Reihe "Auf ein Wort" stellen  wir engagierte Menschen, ihre Aufgaben und Projekte vor. Die Stellenausschreibung für eine Pfarrsekretärin/einen Pfarrsekretär in dieser Ausgabe beschreibt detailliert den Aufgabenbereich und die Anforderungen dieses Berufsbildes. Da lag es nahe, die Mitarbeiterinnen unseres zentralen Pfarrbüros vorzustellen, die diese Aufgabe seit Jahren für uns übernehmen. Wir beginnen mit Petra Tönnes, verheiratet, Mutter von zwei erwachsenen Kindern, Sohn und Tochter,  und wohnhaft in Derichsweiler.

 Wie lange sind Sie schon  als Pfarrsekretärin für die Kirche tätig und wie sind Sie zu dieser Stelle gekommen?

Seit Oktober 2010, eigentlich war das Zufall. Auf dem Pfarrfest in Derichsweiler hat der damals stellverstretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Herr Caspers, mich angesprochen. Die langjährige Pfarrsekretärin in Derichsweiler, Frau Schippers, war erkrankt und wurde bereits seit längerem vertreten. Ob das nichts für mich wäre, also zunächst mal als Aushilfe im Pfarrbüro für eine „Zeit x“?
Ja,  das war der Startschuss für einen Sprung ins kalte Wasser.

Was zunächst nur als Krankheitsvertretung gedacht war, wandelte sich nach und nach in eine feste Stelle, da war ich dann mitten drin. Meine Ausbildung als Steuerfachgehilfin kam mir natürlich bei der Bewältigung der Verwaltungsaufgaben sehr zugute.

Die Liste der Aufgaben in der Stellenbeschreibung ist ja vielfältig, was genau ist ihr Bereich innerhalb der internen Aufteilung?

Mein Bereich ist zum Beispiel die Planung der Gottesdienste, das wird unterstützt durch eine zentrale Computersoftware. Am Computer werden alle Gottesdiensttermine eingepflegt, dann wird eine Monatsübersicht erstellt, die in der Dienstbesprechung der Priester als Vorlage zur Verteilung der Dienste benötigt wird.  In dieser Vorlage   stehen alle standardmäßigen Gottesdienste plus die Gottesdienste, die uns gemeldet werden, wie Maifeste, Schützenmessen, Hochzeiten, pfarrbezogene Anbetungen und so weiter. Teilweise habe ich auch schon die Priester vorgeplant, soweit es feststehende Absprachen gibt.  Das Ergebnis der Dienstbespechung wird dann eingetragen und letztendlich ergeben sich daraus die einzelnen Dienstpläne der Priester, des Diakons, der Kirchenmusiker, der Küsterinnen, bzw. aller beteiligten Mitarbeiter. Diese werden komplettiert, gedruckt und von mir über die entsprechenden Verteiler weitergeleitet. Manchmal wird die Zeit dabei recht knapp. Die Gottesdienstordnung für den Pfarrbrief muss schon früh, Mitte des Vormonates, ans Pfarrbriefteam gesendet werden, obwohl unter Umständen noch Termine oder Terminänderungen nicht endgültig geklärt werden konnten.

Für Brautleute bin auch die Ansprechpartnerin, alle Anfragen zu Hochzeiten kommen vorrangig bei mir an und ich versuche dann, entsprechend zu beraten und zu koordinieren.

Ein weiteres Aufgabenfeld sind Verwaltungsaufgaben, als Unterstützung und Assistenz für Herrn Esser.

Wie sieht denn ein typischer Arbeitstag im Pfarrbüro aus?

Meistens beginnt mein Tag mit dem Lesen der eingegangenen Emails. Darauf baut sich eigentlich das Tageswerk auf, da die Nachrichten das gesamte Spektrum meines Aufgabenbereiches abdecken, von Hochzeitsanfragen über Gottesdienstplanung bis hin zu Verwaltungsaufgaben. Bestimmte Sachen haben ihre festen Zeiten, aber eine strikte Trennung zwischen den Verwaltungsaufgaben und den eben genannten Bereichen ist oftmals nicht möglich.

Sie haben mehrfach den Begriff „Verwaltungsaufgaben“ erwähnt, können Sie diesen etwas detaillierter beschreiben.

Das sind Aufgaben, die ich im Auftrag oder zur Unterstützung des Geschäftsführers unseres Kirchengemeindeverbandes, Herrn Esser, übernehme. Dazu zählen zum Beispiel Versicherungsangelegenheiten. Ich melde Schadensfälle, kümmere mich um die Dokumentation des Schadens, sorge dafür, dass alle Leute, die an der Abwicklung und Behebung des Schadens beteiligt sind, benachrichtigt werden. Ein weiteres Feld sind die Aufgaben, die im Zusammenhang mit den Mietobjekten anfallen, wie Nebenkostenabrechungnen oder sonstige Arbeiten, die mir von Herrn Esser übertragen werden.

Für das kirchliche Meldewesen habe ich zu Beginn meiner Tätigkeit eine eigene Schulung beim Bistum gemacht. Wer wann und wo getauft wurde, die Erstkommunion und Firmung empfangen hat, geheiratet hat, verstorben ist oder aus der Kirche ausgetreten ist, das wird alles zentral über eine Software des Bistums Aachen erfasst und gespeichert. Daneben werden hier noch quasi in doppelter Buchführung die Kirchenbücher aller Pfarreien der GdG geführt.

Was ist denn nach einem anstrengenden Arbeitstag ihr Ausgleich, welche Hobbies pflegen Sie?

Auf jeden Fall das Lesen, das war schon immer mein Hobby, schon von Kind an. Ich werde nie den Ausspruch meiner Mutter vergessen: „Wenn sie jetzt nicht ein Buch bekommt, dann geben wir ihr das Telefonbuch, das liest sie auch noch, Hauptsache, sie hat was zum Lesen in der Hand!“ Wenn ich Zeit und Lust habe gehe ich gerne walken und im Urlaub wird viel gewandert.

Gibt es denn eine Lieblingslektüre?

Am liebsten lese ich Krimis oder historische Romane. Nicht so mein Ding sind Liebesromane oder „so’n süßlichen Kram“ oder „Verkitschtes“. Immer wieder gerne, sogar mehrfach seit ihrem Erscheinen, habe ich die Harry-Potter-Bände gelesen. Die nehme ich mir immer mal zum Entspannen, schlag sie irgendwo auf, lese, und da ich sie schon so oft gelesen habe, bin ich direkt wieder in den Geschichten drin.

Gibt es eine Person, die Sie gerne einmal treffen würden?

(direkte Antwort) Frank Walter Steinmeier. Ich weiß nicht genau warum oder kann es erklären, aber er fiel mir spontan ein. Immer, wenn ich ihn  im Fernsehn gesehen habe bei seinen Auftritten, in Interviews oder bei seinen Ansprachen, fand ich ihn sehr sympatisch und angenehm. Er hat was zu sagen, ich kann ihm gut zuhören. Daher fände ich es wirklich interessant, bei einem persönlichen Treffen mal zu sehen, ob dieser Eindruck zutrifft. 

Liebe Frau Tönnes, vielen Dank für dieses Gespräch und weiterhin viel Freude bei ihrer Tätigkeit für unsere GdG St. Franziskus.

(Das Interview führte Gerd Funk)

AufEinWort2Grobusch1"Ein stimmgewaltiger Holzwurm"

In unserer Reihe „Auf ein Wort“ stellen  wir engagierte Menschen, ihre Aufgaben und Projekte vor. 
Frank Grobusch ist Kirchenmusiker in unserer GdG.
Er ist verheiratet, Vater eines Sohnes und  lebt mit seiner Familie in Echtz.

Hallo Herr Grobusch, man findet Sie auf der letzten Seite des Pfarrbriefes unter der Rubrik: Organisten. Ihre korrekte Berufsbezeichnung ist doch Kirchenmusiker, was verbirgt sich dahinter und wie sind Sie dazu gekommen?

Kirchenmusiker wird man durch ein Hochschulstudium. Zum Beginn meiner Ausbildung war gerade ein Umbruch im Gange. Ich habe noch eine 4-jährige  Ausbildung am Gregoriushaus in Aachen absolviert und mit dem sogenannten B-Examen abgeschlossen. Heute würde dies einem Bachelor-Abschluss an einer Musikhochschule  entsprechen, den man bis zum Kantor, also dem Masterabschluss, erweitern kann. Bei mir war es so, dass ich seit meiner eigenen Kommunionvorbereitung Blut geleckt hatte, das Instrument Orgel hat mich fasziniert. Nicht nur der Klang, sondern auch das Gesamtwerk Orgel, so dass ich daran gedacht hatte, Orgelbauer zu werden. Doch Mitte der 90er Jahre war es nicht einfach, eine Lehrstelle als Schreiner, die Bedingung war, geschweige denn eine Lehrstelle  als Orgelbauer zu finden. So habe ich mich für die Kirchenmusik entschieden und bin direkt nach meinem Schulabschluss zum Gregoriushaus ins Studium gewechselt. 

Eine Aufgabe des Kirchenmusikers ist sicherlich die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Welche Aufgabenfelder gehören sonst noch dazu?

Neben den liturgischen Diensten ist natürlich die Chorarbeit ein weites Aufgabenfeld. Ich arbeite mit insgesamt 9 Chören, z.B. „More than Gospel“ mit 2 Hauptgruppen, einem Männergesangverein und den Gruppen „More than Mozart“ und „David’s Voices“. Dazu kommen Chor-Arbeitsgemeinschaften in  Kindergärten und Grundschulen, weil wir schon vor ca. 15 Jahren erkannt haben, dass es für die klassische Kinderchorprobe am Nachmittag kaum noch Zeitfenster gab. So nutzen wir Eckstunden in Schulen und Kindergärten am Vormittag, wo die Kinder auch erreichbar sind.  In Echtz besuchen 45 Grundschulkinder und in Derichsweiler sogar 60 Kinder diese Arbeitsgemeinschaften. In den Kindergärten sind es vornehmlich die Vorschulkinder, die mitmachen. 

Chorarbeit ist für mich auch Seelsorge. Egal ob groß oder klein, das soziale Miteinander unter Gleichgesinnten, gemeinsam das tun, was Spaß macht, dabei auch persönliche Erfahrungen machen und sich weiterentwickeln, das ist mir ganz wichtig. Ich habe nie jemanden, der mitmachen wollte, vorsingen lassen. Der Lerneffekt ist einfach da und es ist für mich eine tolle Erfahrung, wenn nachher aus eher unsicheren Einsteigern später sogar Solointerpreten werden. 

Wir erreichen als Kirche über die Chorarbeit viele junge Menschen, holen sie dort ab, wo Interessen vorhanden sind, arbeiten mit ihnen und fördern sie. Musik mit Kindern und Jugendlichen sowie Musikprojekte, wie zum Beispiel „Rückenwind“, das ist für mich eine Seelsorge mit Zukunft, denn ich habe mehr Nachfragen, als ich befriedigen kann. 

Wie kann man eigentlich die Arbeitszeit in solch unterschiedlichen Arbeitsfeldern festhalten?

Es gibt einen Bewertungsschlüssel für  die einzelnen „Dienste“, dazu zählen die regelmäßigen liturgischen Dienste, Gottesdienste, Wortgottesdienste, Andachten und so weiter, dann die „Casualien“, also Dienste, die anlässlich wichtiger Stationen im Leben von Menschen gefeiert werden, wie Exequien, Hochzeiten, Taufen. 

Die Chorleitung ist ein wichtiger Dienst, der die Vorbereitungszeit, die Probenzeiten und die Aufführungen einschließt. Dazu kommen Orgelpflege, Notenpflege, Erstellung der Organistenpläne und Vertretungsregelung, sozusagen Verwaltungsarbeit. Insgesamt umfasst eine volle Stelle 39 Wochenstunden, die durch die Dienste abgedeckt werden.

 

Ihr Gesang ist in unserer GdG bekannt und geschätzt. Mit so einer Stimme wird man doch nicht geboren, oder?

In gewisser Weise schon, wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass der Gesang mich anfangs weniger interessiert hat. Ich wollte ein Instrument lernen,  Klavier, aber ich hatte leider nicht die Möglichkeit dazu. Dabei sprachen ganz profane Gründe dagegen, die Kosten, der Platz in der Wohnung. Das Einzige, was bei mir ging, war das Singen im Chor. Ich wollte, entsprechend meiner Vorliebe für das Instrument, in meiner damaligen Gemeinde gerne Orgel spielen. Doch der Chorleiter wollte  niemanden ohne Beziehung zur Gemeinde an die Orgel lassen, da müsste ich schon in den Chor kommen. Das habe ich dann als 16-jähriger auch getan und bin dem Kirchenchor beigetreten. Natürlich habe ich gemerkt, dass meine Stimme ganz passabel war, aber ein Interesse an Gesangsausbildung hatte ich damals noch nicht. Erst im Verlauf meines Musikstudiums war   die Stimmbildung ein Teil der Ausbildung, wenngleich nicht mit der Bedeutung, wie die eigentlichen Hauptfächer Orgel, Klavier oder Chorleitung. Zu meinem Glück hat man mein Potential erkannt und meine Lernzeiten individuell verdoppelt. 

Womit beschäftigen Sie sich denn außerhalb Ihres Berufes? Gibt es außer der Musik noch andere Vorlieben?

Ein ganz großes Hobby von mir ist die Tischlerei, eigentlich bin ich so der handwerkliche Typ und als Orgelbauer wäre ich ja auch zuerst Schreiner geworden. Jetzt habe ich im Keller eine kleine Tischlerwerkstatt mit allen möglichen Geräten und Maschinen. Da bin ich immer, wenn ich Zeit habe, restauriere Möbel und fertige kleinere Sachen an. 

Ein zweites Hobby ist das Sammeln von Schallplatten, wobei die Musik, die ich da vorziehe, mit meinem Beruf wenig zu tun hat. Statt Chor- oder Orgelmusik höre ich vorzugsweise instrumentale Klassik, Symphonien und so weiter.

Durch ihre Mitgestaltung der Liturgie hören Sie viele Texte aus der heiligen Schrift. Gibt es eine Lieblingsstelle?

Ja, die Emmaus-Geschichte, die wir auch als unser Hochzeitsevangelium ausgewählt haben, spricht mich besonders an. Jesus ist ganz da, aber die Menschen erkennen ihn nicht. Da kann man Parallelen zum eigenen Leben finden, wenn man sich, vielleicht in dunklen Stunden, fragen muss, ist er nicht doch gerade da, um daraus Trost schöpfen zu können.

 

Gibt es jemanden, den Sie gerne einmal persönlich treffen würden?

Wenn ich in die Vergangenheit reisen könnte, würde ich gerne Ludwig van Beethoven treffen. Durch ihn bin ich  zur klassischen Musik gekommen. Ich habe viele Biographien von ihm gelesen und finde, dass er eine sehr faszinierende Persönlichkeit ist, die ich gerne näher kennenlernen würde.

Aktuell würde ich den Papst treffen wollen. Über ihn habe ich auch schon viel gelesen und ein Gespräch mit ihm wäre bestimmt sehr interessant.

Lieber Herr Grobusch, vielen Dank für dieses Gespräch!

(Das Interview führte Gerd Funk)

AufEinWort2Dorothee Wakefield 1„Ansprechpartnerin für die CARITAS in unserer GdG“

In unserer Reihe "Auf ein Wort" stellen  wir engagierte Menschen, ihre Aufgaben und Projekte vor. Dorothee Wakefield ist Gemeindereferentin in unserer GdG. Sie hat zwei erwachsene Söhne und zwei Enkelinnen und lebt in Aachen-Walheim.

Fr. Wakefield, wie war Ihr Werdegang zur Gemeindereferentin?

Den Beruf der Gemeindereferentin entdeckte ich erst später, denn ursprünglich habe ich Theologie und Germanistik auf Lehramt studiert. Zum Glück – für die Kinder und für mich – habe ich mich umentschieden. Im Bistumsdienst arbeite ich seit 1997.

Wie kam es dazu, dass Sie vor einem Jahr nach Düren gewechselt sind?

Ich habe lange Jahre in der Erstkommunionvorbereitung gearbeitet. Es war eine gute Zeit. Vor etwa zwei, drei Jahren habe ich festgestellt, dass ich noch einmal etwas ganz Anderes kennenlernen möchte. Ich habe mich entschieden, mich im Bereich der Caritasarbeit zu engagieren.  Daraufhin wurde mir die GdG St. Franziskus in Düren vorgeschlagen, und ich habe gerne zugesagt.

Welche Aufgaben haben Sie denn hier in unserer GdG?

Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Bereich des sozialen Engagements. So bin ich z.B. Ansprechpartnerin für den Kleiderladen „Joachims Anziehpunkt“. Seit April haben wir im Pfarrheim von St. Joachim mit der kostenlosen Lebensmittelausgabe begonnen.  Außerdem öffnet Ende August „Joachims Nähcafé“ seine Türe.  Unsere Absicht ist es, ein kleines Begegnungszentrum in Düren-Nord entstehen zu lassen. Im Bereich der diakonischen Pastoral sind auch die Caritas Kreise in den Gemeinden zu erwähnen, die durch ihr vielfältiges Engagement wichtige Akzente setzen.

Was war ein schönes Erlebnis in unserer GdG?

Die Begegnungen mit den Menschen, die zum Kleiderladen kommen, finde ich immer wieder auf´s Neue schön, weil ich deutlich spüre, dass das, was wir tun, Sinn macht. Ein weiteres schönes Erlebnis war der Gottesdienst für die Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Das war sehr bewegend, sehr eindrucksvoll. 

Welche Kooperationspartner haben Sie in Ihrer Arbeit?

Wir sind z.B. gut vernetzt mit den evangelischen Christen, dem Caritasverband, der Stadt Düren, der Stadtteilvertretung, eben mit den Menschen, die sich in Düren-Nord engagieren. 

Was müsste sich in der Kirche ändern?

Das Thema Macht und Machtverteilung innerhalb der Kirche ist drängend. Das muss anders gestaltet werden. Es ist wichtig, dass sich die Menschen in der Kirche sicher und angenommen fühlen, und dass sie spüren, dass der Glaube etwas ist, was ihrem Leben einen positiven Sinn gibt. 

Was wünschen Sie konkret der GdG?

Ich wünsche der GdG, dass sie ihren Namen St. Franziskus weiter ernst nimmt. Dem heiligen Franziskus ging es um das Wohl der Menschen. Er sorgte sich um die, die in ihrem Leben nicht zurecht kamen, die sich außerhalb des Systems befanden, die keiner sah oder mit denen keiner etwas zu tun haben wollte. Es ist mein Wunsch, dass auch wir diese Menschen im Blick haben und gemeinsam schauen, wie das Leben gut gelingen kann. Wenn wir das ernst nehmen, können wir auch dazu beitragen, dass Düren eine lebensfrohe Stadt ist, in der die Menschen sich wohlfühlen.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Haben Sie Hobbies? 

Ich lese gerne und sehr viel. Ich glaube, ich habe in meinem Leben schon ganze Büchereien leer gelesen (lacht).

Welches Buch lesen Sie denn zur Zeit oder was würden Sie empfehlen?

Vor kurzem habe ich das Buch: „Stay away from Gretchen“ von Susanne Abel gelesen. Diese „Geschichte einer unmöglichen Liebe“ hat mich besonders beeindruckt.

Welche Musik hören Sie gerne?

Ich mag z.B. Johannes Oerding. Ich mag seinen Mix aus ernsten und fröhlichen Liedern. 

Mit wem würden Sie gerne einmal zu Abend essen?

Mit Annalena Baerbock. Ich finde, sie ist eine sehr mutige Frau. Ihre Rede anlässlich des Karlspreises und auch ihr Auftritt vor der UNO fand ich bemerkenswert. Sie ist ein Vorbild und zeigt, dass Frauen in hohen Ämtern richtig gut unterwegs sein und viel Positives bewirken können.

Haben Sie eine Lieblingsstelle in der Bibel?

Im Johannesevangelium sagt Jesus: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ Dieser Satz treibt mich an und motiviert mich, mit dazu beizutragen, dass Menschen diese Fülle spüren können und sie zu ermutigen, diese Fülle in sich zu entdecken und sie zu leben. 

Frau Wakefield, vielen Dank für das Interview und alles Gute und Gottes Segen für Ihre weitere Arbeit!

(das Interview führte Roswitha Reimer)