Berichte

Linde MW

Seit mehr als 100 Jahren stand im Pfarrgarten von Mariaweiler eine mächtige Linde. Generationen von Mariaweilern haben den Schatten des 35m hohen Baumes im Sommer genossen. Leider wurde der Baum krank und in der Nacht zu Weiberfastnacht 2017 stürzte er spektakulär in einem Orkan.

Die Freude in der Pfarre war daher groß, als der Kreis Düren uns im Rahmen des Programmes "1000 Bäume für den Kreis Düren" eine neue Linde zu gesprochen hat.

In einer konzertierten Aktion machten sich die Mitglieder des Kirchenvorstandes mit "schweren" Gerät auf den Weg, um den neuen Baum abzuholen und einzupflanzen. Auch wenn sich herausstellte, dass es sich nur um einen 60 cm großen Setzling handelt, sind wir sehr zuversichtlich, dass der Baum zügig heranwachsen und unsere Enkel und Urenkel wieder einen großen Lindenbaum hinter der Kirche genießen dürfen.

Großer Dank gilt Herrn Lindner, der unterstützt von unserem Gärtner, Herrn Kaufmann, in tagelanger Schwerstarbeit die große Wurzel des alten Baumes abgetragen hat, wo die Baumprofis mit ihren Kettensägen schon lange aufgegeben hatten.

Linde2 MW

 

 

 

 

Josef 1

Das Apostolische Schreiben „Patris corde“ des Papstes dazu veröffentlichte der Vatikan am Dienstag, den 08.12.2020.
Das Datum ist bewusst gewählt: Vor genau 150 Jahren wurde Josef nämlich zum Schutzpatron der gesamten katholischen Kirche.
Dazu erklärte ihn der selige Papst Pius IX. mit dem Dekret „Quemadmodum Deus“ – unterzeichnet am 8. Dezember 1870.
 
Den vollständigen Text des Apostolischen Schreibens "Patris corde" finden sie  HIER.

Liebe Pfarrangehörige, liebe Spender,

mit Freude können wir gute Nachrichten aus Jaboticaba mitteilen.
Es erreichte uns, über die Oblaten des Hl. Franz von Sales in Jülich-Barmen, Post aus Brasilien.

Im Brief heißt es:

„Ich sende diese Information auf Bitten des Verwalters des Hospitals Santa Rita in Jaboticaba.
Der neue Generator, der die Stabilität der Versorgung des Krankenhauses mit Elektrizität sicherstellen soll, wurde gekauft und ist angekommen.
Hier zwei Fotos.

 neuer Generator für das Krankenhaus Santa Rita in Jaboticaba

neuer Generator für das Krankenhaus Santa Rita in Jaboticaba


Der Verwalter des Hospitals hat mitgeteilt, dass dieser Generator 75.900 bras. Reais (etwa 11.400 €) kostet. Er hat auch mitgeteilt, dass er schon zwei Schenkungen aus Deutschland erhalten hat, eine betrug 12.000 R (1.800 €), die bei einem Besuch aus Deutschland im Oktober 2019 hier in Brasilien persönlich abgeliefert wurden, und 33.000 R (5.000 €), die auf die Bank überwiesen wurden. So wurde also bereits eine Summe von 45.000 R (6.800 €) für den neuen Generator bezahlt, dank der Großzügigkeit der deutschen Wohltäter.

Wir sind für diese Spenden immer dankbar und auch für viele andere Spenden, die wir von Freunden und Wohltätern in Deutschland erhalten haben.

In Salesianischer Verbundenheit P.A.“

Danke für ihre großzügige Unterstützung

Für den Arbeitskreis Eine-Welt

Susanne Reuvekamp

 

 

Der Heilige Nikolaus stattete Echtz einen Besuch ab

Lokalzeitbericht WDR Aachen 07.12.2020 "Wenn der Nikolaus Corona trotzt" von Donata Jertz  

ab 12:30 min (verfügbar bis 14.12.2020)

 

Corona-Zeiten sind schwierige Zeiten besonders auch für Kinder. In den KiTas und Grundschulen herrschen strenge Regeln, Freundinnen und Freunde können sich nicht mehr so einfach treffen wie bisher. Da gilt es, den „Kleinen“ doch etwas Lebensfreude zu vermitteln. Dies geschah am Nikolaustag in der Echtzer Pfarrkirche. Eine Messe und ein Wortgottesdienst waren an diesem Tag nicht vorgesehen. Und doch versammelten sich – soweit angesichts der Corona-Beschränkungen möglich – dennoch viele Familien in dem Gotteshaus. Mit St. Nikolaus hatte sich nämlich hoher Besuch angesagt.

Durch ein Gesangsensemble um Frank Grobusch und mit dem Vortrag von besinnlichen  Geschichten wurden die kleinen Besucherinnen und Besucher auf den Besuch des Nikolaus eingestimmt. Mit kräftigen Schlägen gegen die Tür begehrte dann der Heilige Einlass, der gerade neben dem Christkind und dem Sankt Martin Kindern am bekanntesten sein dürfte, bringt er doch viele sehnsüchtig erwartete Leckereien. Natürlich war die Freude groß, als St. Nikolaus vom Portal zum Altar schritt und dann zunächst einmal sich selbst vorstellte. Schon zu Lebzeiten hatte er als Bischof in Kleinasien nämlich Menschen in Not gerettet und mit Gaben beschenkt.

Dann schließlich war es soweit: In wegen der Abstandsregeln langer Reihe stellten sich die Kinder auf, um den Heiligen aus der Nähe zu betrachten und auch Süßigkeiten in Empfang zu nehmen. Freudige Augen und ein lebhaftes Durcheinander an Kinderstimmen vor der Kirche zeigten nachher an, dass ihnen der Besuch des Nikolaus viel Spaß bereitet hatte.

Doch das war für viele Kinder noch nicht die letzte Begegnung mit dem Heiligen Mann. Nachmittags zog er nämlich aus Einladung der IG Echtzer Ortsvereine durchs Dorf und besuchte sie zuhause, mit guten Wünschen und noch mehr Leckereien im Gepäck…

Allen, die mitgeholfen haben, den Kindern ein paar schöne Momente geschenkt zu haben, sei herzlich gedankt!

  

Bericht: Marcus Seiler

   

 

 

 

 

     

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Neben unseren Gottesdiensten möchten wir auch in dieser schönen und für uns Christen so wichtigen Zeit alles tun, um Ihnen behilflich zu sein, diese Zeit auch geistlich zu nutzen und dem Kern des weihnacht-lichen Festes etwas näher zu kommen.

Dazu können die folgenden Gebetshefte vielleicht behilflich sein. Es sind zwei Handreichungen, die das Pastoralteam St. Franziskus ausgearbeitet hat und die Ihnen
• Gebete,
• Schrifttextete aus der Bibel und
• Impulse für die Sonn- und Festtage der Adventswochen und der Weihnachtszeit
bieten möchten.
Auf diese Art und Weise können Sie sich in den Gottesdiensten dieser Tage geistig eingebunden wissen und die Geheimnisse der einzelnen Tage von zu Hause aus mitfeiern.
Diese Gebetshilfen können Sie alleine für sich oder mit der Familie nutzen, gerne aber auch an hausgebundene, ältere und kranke Menschen weiterreichen.
 

Gebetshilfe ADVENT

Gebetshilfe WEIHNACHTEN

+++ Anmeldung Gottesdienste Heiligabend +++

Unsere Gottesdienste für Heiligabend stehen nun fest. Das Besondere in diesem Jahr: Eine Mitfeier ist ausschließlich nach vorheriger Anmeldung möglich. Alle Infos zum Anmeldeverfahren finden Sie hier. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir angesichts der aktuellen Corona-Situation diese Maßnahmen ergreifen müssen.

1. Telefonische Anmeldung

Für einen der folgenden Gottesdienste rufen Sie an unter Tel. 981412:

15:00 Uhr

Herz Jesu, Hoven

Familiengottesdienst

15:00 Uhr

St. Martin, Derichsweiler

Familiengottesdienst

22:00 Uhr

St. Peter, Merken

Christmette

22:00 Uhr

St. Peter, Birkesdorf

Christmette

 

Für einen der folgenden Gottesdienste rufen Sie an unter Tel. 87904:

16:00 Uhr

St. Mariae Himmelfahrt, Mariaweiler, Pausenhalle Anne-Frank-Gesamtschule (draußen!) 

Christmette

17:00 Uhr

St. Michael, Echtz

Wortgottesfeier

17:00 Uhr

St. Joachim, Norddüren

Wortgottesfeier

18:30 Uhr

St. Arnold, Arnoldsweiler

Christmette

 

Die telefonische Anmeldung ist ausschließlich zu folgenden Zeiten möglich:
Montag 07.12.20:  15 – 18 Uhr
Dienstag 08.12.20:  15 – 18 Uhr
Mittwoch 09.12.20:  15 – 18 Uhr
Donnerstag 10.12.20:  15 – 18 Uhr
Freitag 11.12.20:  15 – 18 Uhr

2. Anmeldung per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bitte teilen Sie uns neben dem Gottesdienst, den Sie an Heiligabend besuchen möchten,
Ihren Namen, Adresse und Telefonnummer mit. Familien/Haushalte können gemeinsam
angemeldet werden (bitte dann alle Namen angeben!).
Wichtig:
Um allen Interessierten gleiche Chancen bei der Platzzuteilung einzuräumen,
berücksichtigen wir nur Mailnachrichten, die ab 07.12.20, 15 Uhr eingehen. Vorherige
Mails werden nicht berücksichtigt! Ihre Mail muss bis spätestens 08.12.2020 18 Uhr
eingegangen sein.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir angesichts der aktuellen Corona-Situation diese Maßnahmen ergreifen müssen.

 

KINDERGARTEN- UND GRUNDSCHUL-PROJEKT HL. FRANZISKUS VON ASSISI im SENEGAL - unterstützt von der Pfarre Herz-Jesu Hoven

2005 eröffneten wir eine neue Gemeindschaft in Casamance, in Samine, in der Mission von Temento, in der Region und Diözese von Kolda.

Dies ist eine der bedürftigsten Regionen im Senegal. Seit viele Jahren ist sie Schauplatz des Guerillakriegs von einer sezessionistischen politisch-militärischen Gruppe. Die Einfälle lokaler Rebellen und des benachbarten Guinea-Bissau haben die Dörfer verwüstet und die Menschen gezwungen, anderswo Zuflucht zu suchen, Dies führte zu schwerwiegenden menschlichen und wirtschaftlichen Verlusten. Dank der Bemühungen der Bevölkerung und der Missionare war eine großartige Wiederaufbauarbeit möglich, aber der Mangel an Infrastruktur und Grundversorgung (Gesundheit und Bildung) ist eine Belastung für die Menschen, die bereits seit langer Zeit leidgeprüft sind.

Von Anfang an haben wir versucht, ein Zeichen des Friedens und der Hoffnung unter ihnen zu sein. Wir haben insbesondere menschliche und wirtschaftliche Energie in die Förderung der Schulbildung investiert. Tatsächlich sind die drei Schwestern der Kairos-Gemeinschaft (Kairos bedeutet “Frieden” auf der Landessprache) an der Bildung beteiligt: Sr. Maria aus Italien mit Mädchen und Frauen, die keinen Zugang zur Schule hatten; Sr. Sophie und Sr. Sylviane aus Senegal mit den Kindern des Kindergartens und der Grundschule.

Im Schuljahr 2019-2020 waren 672 Kinder mit 26 Lehrern und 5 Mitarbeitern im Kindergarten, in der Grundschule von Samine und in den 8 kleinen Mehrklassenschulen in den Nachbardörfern eingeschrieben.

Kindergartenkinder essen jeden Tag in der Kantine; Grundschulkinder essen in der Kantine zweimal pro Woche: dank ausgewogener Mahlzeiten, ist dies auch ein großer Beitrag zur körperlichen Entwicklung der Kinder; erforderlichenfalls versichern wir ihnen auch den Erwerb von Arzneimitteln.

Die Covid 19-Pandemie hat uns daran gehindert, das Programm regelmäßig durchzuführen, aber zumindest konnten wir einen Teil des Gehalts für das Schulpersonal sichern.

Die Schule beginnt am 12. November wieder und wir hoffen, dass alles sicher gemacht werden kann.

Vielen Dank an Sie alle für das, was Sie bereits für unsere Kinder im Senegal getan haben und für das, was Sie tun werden! Möge Gott Sie alle, Ihre Familien, segnen und Sie in dieser schwierigen Zeit der Pandemie gesund halten.

Liebe Gruße, wir beten immer für euch

Schw. Marie Augustine Ndione sfp

Unvergessen! ... mit Rückenwind

Unter diesem Motto stand die Gedenkstunde an Allerheiligen in Echtz für alle Verstorbenen. Durch die musikalische Gestaltung des Chores "More than Gospel", die gleichzeitig besonders ihrer bereits verstorbenen Mitglieder/innen gedachten, erhielt diese Andacht eine besondere Stimmung. Die Musik hilft uns Emotionen zu transportieren und unseren meist stillen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Dies gelang besonders den beiden Solostimmen von Lea Krings und Leonie Pohl. Beide berührten durch ihren Gesang viele Besucher/innen und spendeten auf besondere Art und Weise Trost, so wie es nur die Musik vermag. 

 

Unvergessen mit Rückenwind

Auch in Zukunft sollen die "offenen Kirchen" immer wieder bewusst musikalisch gestaltet werden. Dies kann beispielsweise in Form von Orgelspiel und/oder (Chor)-Gesang geschehen. Die vielfältigen Möglichkeiten unserer Organisten und Chöre sowie einiger ehrenamtlicher Musiker lassen ein abwechslungsreiches Angebot erwarten. 

Herzliche Einladung an alle, die in andächtiger Atmosphäre bei schöner Musik einmal unsere Kirchenräume auf eine alternative Art erleben wollen.

Die Termine der "offenen Kirchen" entnehmen Sie bitte der Gottesdienstordnung.

Corona Plakat 1020

 

Liebe Gemeindemitglieder,

zum Schutz für uns alle sind unsere Gottesdienste an strenge Bedingungen geknüpft. Wegen der drastisch steigenden Infektionszahlen bittet der Generalvikar des Bistums Aachen eindringlich, die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu beachten:

  • Abstandsregeln
  • Hygiene durch Hand-Desinfizierung
  • Tragen einer Mund-Nasen Maske während des gesamten Gottesdienstes
  • kein Gemeindegesang
  • gründliches Lüften der Räumlichkeiten
  • vorherige Anmeldung erforderlich
Neben den oben genannten finden Sie ausführliche Informationen auf den Bistumsseiten.
Darüber hinaus wollen wir genauso eindringlich im Gebet Gott um Hilfe und Schutz bitten und um ein Ende dieser Pandemie.

 

Pfarrer Norbert Glasmacher

Roboterdämmerung in der Corona-Krise

Die Corona-Krise hat die Menschen fest im Griff, und die ständig neuen Zahlen und Regelungen sind für viele eine alltägliche Belastung. Hier wollte Pfarrer Heinrich Plum einen Kontrapunkt setzen, der den Menschen eine Zeit der Besinnung und der Einkehr schenken sollte. Deswegen stellte er in der Echtzer Pfarrkirche seine neueste Erzählung „Roboterdämmerung“ vor. Damen des Pfarreirates hatten die Kirche dazu in ein Meer aus Kerzenlicht getaucht. 20 TeilnehmerInnen hatten sich für die Lesung angemeldet (hier wurde man dann doch wieder von Corona eingeholt).

Pfarrer Plum wäre nicht Pfarrer Plum, wenn er nicht gleich zu Beginn eine Kostprobe seines hintergründigen Humors gegeben hätte und damit die Anwesenden sofort für sich gewann. „Können mich alle hören?“ fragte er ins Mikrophon. Das allgemeine Nicken resümierte er mit der Bemerkung: „Es scheint so zu sein. Aber die nichts hören können, können sich ja auch nicht melden, weil sie ja meine Frage nicht gehört haben…“
Hans-Leo Simons ist ein pensionierter Pfarrer, der in eine andere Stadt gezogen ist. Dort führt in ein kleines Mädchen, Kristinchen, zu ihrem Opa, der zufällig ein Schulkamerad des Pfarrers ist. Dieter Weinmann ist Direktor einer hochmechanisierten Autofabrik. Er lädt Simons zu einem Besuch ein. Weinmann, früher sehr gläubig, berichtet, dass er seinen Glauben verloren habe. Er orientiere sich nun an der Realität. In der automatisierten Werkshalle, in der der Mensch nur noch kontrolliert, fragt er: Wo soll ich denn hier ein Kreuz aufhängen? Dahinter steckt natürlich die Frage: Hat den Gott in unserer „Realität“ überhaupt noch Platz?

Simons lässt sich nicht beunruhigen uns sagt Weinmann, dass er ihm die Frage gerne bei einem abendlichen Besuch beantworten wolle. Bei Weinmann gibt es einen Roboter namens Otto, der den beiden roten Wein serviert.
 
Simons erklärt, dass der Mensch das Lebewesen ist, das Gott am ähnlichsten ist, wie die Bibel berichtet. So könne er auch den Roboter schaffen, so wie Otto, der dem Menschen wiederum ähnlich ist, doch auch nicht. Zieht man den Stecker, ist der Roboter aus.
 
Dem Menschen kommt dagegen Kreativität zu. Er kommt nicht zur Ruhe und will Gott nachahmen. Simons stellt die Frage, wenn Kristinchen oder der Roboter entführt würden, was sei wohl schlimmer? Natürlich ist auch Weinmann klar, dass der Roboter ersetzbar ist, Kristinchen aber nicht. Damit wird klar, dass jeder Mensch einzigartig und letztlich unersetzbar ist. Darin spiegelt sich seine Würde als Geschöpf Gottes wieder.

Natürlich kommt es auch auf die Frage, warum Gott so viel Ungerechtigkeit auf der Welt zulasse. Doch die Frage ist letztlich falsch gestellt. Sie muss lauten, warum wir so viel Ungerechtigkeit zulassen. Das Gebot der Nächstenliebe sollte uns anders handeln lassen. Simons gibt zu, dass wir, was die Nächstenliebe angeht, noch Lehrlinge seien, und das gelte auch für die Kirche an sich.

Doch es gibt auch Vorbilder, die uns den Weg weisen, z. B. Heilige. Jedoch bestehe noch zu viel Furcht voreinander, Egoismus, Gier, Rassismus und Fremdenhass stünden oft an erster Stelle. Dabei ist die Kreativität vorhanden, jedoch muss sich daraus die Nächstenliebe auch entwickelt.
Über das Gespräch kommt Kristinchen herein, die den Roboter Otto als wundersames Spielzeug verehrt und ihn freudig umhalst. Darüber zerbricht er und verliert Arme und Beine.

Nun muss Dieter Weinmann zugeben: Besser dass Otto beschädigt wurde als dass Kristinchen etwas zugestoßen wäre.

Die Würde des Menschen gerade auch gegenüber der Technik tritt klar zutage, und die Würde ziehen wir aus unserem Geschaffensein durch Gott. Damit hat, das kann man vielleicht als Lehre ziehen, das Kreuz überall Platz, auch in der Fabrikhalle.

Pfarrer Plum erntete viel Applaus für die Erzählung, die mit ihrem Tiefgang natürlich die Zuhörer auch zum Nachdenken anregte.
Aber wieder wäre Pfarrer Plum nicht Pfarrer Plum, wenn er nicht mit einer Zugabe in Form einer humorvollen Kurzerzählung die Spannung auflöste: Ein falscher Bettler, der angeblich nicht mehr gehen kann, schleppt sich vor das Pfarrhaus und bittet um Geld, weil er arm und hungrig sei und nicht mehr richtig gehen könne. Auch ein Essen lehnt er ab, er will nur Geld. Der Pfarrer rät ihm, Hilfe beim Heiligen Petrus zu suchen, der ein Wunder verbringen könne. Wutentbrannt humpelt der falsche Bettler davon. Von seinem Gartenfenster sieht der Pfarrer dann, wie der Bettler nun aufrechten Schrittes zügig weggeht. Der Pfarrer öffnet das Fenster und ruft dem Bettler hinterher, dass er anscheinend ein gottesfürchtiger Mensch sei und Petrus überzeugt haben müsse. So schnell, sagt der Pfarrer, sei noch nie ein Wunder geschehen…

Mit einem gemeinsamen Vater unser und einem Abendgebet endete die Lesung, die ihr Ziel, den Menschen einen Augenblick der Besinnlichkeit und des inneren Friedens zu schenken, voll erreicht hatte.

Bericht: Marcus Seiler
 

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