Berichte

Das Aufgeschobene KinoticketKino

Die gesellschaftliche Situation im oft als reich und wohlhabend bezeichneten Deutschland ist oft so, dass es viele Menschen gibt, die vom Wohlstand so weit entfernt sind, dass selbst ein Kinobesuch nicht möglich scheint.

Das Lumen hat nun für „Das aufgeschobene Kinoticket“ eine Zusammenarbeit mit der Caritas Düren-Jülich vereinbart. Die Mechanik hinter diesem zeitlich unbefrissteten Angebot ist einfach: Jeder, der online oder an den Kinokassen Tickets erwirbt, kann im gleichen Kaufvorgang ein oder mehrere sogenannte Aufgeschobene Kinotickets für je 7,50 € kaufen.
Aber auch, wer gerade keinen eigenen Kinobesuch für sich plant, kann das gute Werk unterstützen, indem er den Kauf im Online-Shop des Filmtheaters vornimmt!

Die Tickets erhält im Monatsrhythmus die Caritas, die anschließend die von Anderen bereits bezahlten Eintrittsgutscheine an bedürftige Personen weitergibt. Die aufgeschobenen Kinotickets können von den Beschenkten an den Lumen-Kassen gegen Eintrittskarten für einen Wunschfilm für Parkett - oder Logenplätze eingetauscht werden. An welchem Wochentag das Angebot genutzt wird, ist dabei unerheblich. Auch Wochenenden und Feiertage sind von diesem Angebot ausdrücklich nicht ausgenommen.

„Mit dieser Neuerung bei uns wollen wir einerseits helfen, aber andererseits auch über unsere Kanäle konkret auf den Umstand aufmerksam machen, wie vielen Menschen in Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen auch die selbverständlichsten Dinge und Freizeitaktivitäten verwehrt bleiben.“, so Benjamin Riedel, Assistent der Geschäftsführung.

Elmar Jendrzey, Fachbereichsleiter Sozialräumliche Arbeit des Caritasverbandes, ergänzt: „Gerade ein Kinobesuch, der einen für zwei oder drei Stunden dem Alltag entreisst und der gerade auch für Familien ein so wohltuendes gemeinschaftliches Erlebnis ist, sollte wirklich jedem ermöglicht werden. Deshalb hoffen wir, so wie auch das Team vom Lumen, dass sich sehr viele Kinogänger solidarisch zeigen und diese Aktion im Sinne der guten Sache zu einem vollen Erfolg machen!“ Hinweis: Als Käufer:in erhältst Du nur den Kaufbeleg! Der Gutschein wird monatlich an den Verband der Caritas Düren-Jülich weitergegeben. 

Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Ein Jahr für den Frieden – Freiwilliger Friedensdienst mit pax christi ab Sommer 2023    pax christi Zweig 4c highres klein scaled

Viele junge Menschen möchten nach der Schule, dem Studium oder der Ausbildung ein Jahr im Ausland verbringen. Dort lernen sie eine neue Sprache und Kultur intensiv kennen und setzen sich als Freiwillige für eine gerechtere Welt ein. pax christi bietet mit den Friedensdiensten ein Freiwilliges Internationales Jahr (FIJ) im Bereich der Friedens- und Versöhnungsarbeit an und ermöglicht den Freiwilligen einen Einblick in die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen, Sozialprojekten und Gedenkstätten.

Der pax christi Diözesanverband Aachen entsendet auch 2023 junge Leute in einen freiwilligen Friedensdienst für ein Jahr nach Ecuador, Israel und Palästina, Polen, Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Mazedonien. 

Der Einsatz als Freiwillige*r dauert von Ende Juli 2023 bis Anfang September 2024. Vor, während und nach dieser Zeit findet eine intensive Begleitung in Form von Vorbereitungsseminaren, Intensivsprachkurs, Zwischenseminar und Schlussauswertung statt. Pax christi übernimmt die Reisekosten, sorgt für eine umfassende Versicherung und versorgt den/die Freiwillige/n mit Taschengeld. Außerdem gibt es Kontaktpersonen an allen Einsatzstellen, sowie Unterkunft und Verpflegung nach lokalen Standards.

pax christi führt die Dienste mit finanzieller Unterstützung des Bistums Aachen, des Programms „weltwärts“ (BMZ) und des Europäischen Freiwilligen-dienstes (EFD) durch. Um die notwendigen Eigenanteile zu erbringen, ist jedoch eine finanzielle Mitwirkung der Freiwilligen gewünscht. pax christi hilft Dir daher beim Aufbau eines „Solidaritätstopfes“, um den Einsatz zu ermöglichen.

„Für mich war es eines der schönsten, interessantesten und lehrreichsten Jahre meines Lebens. Ich bin weltoffener, selbstbewusster und selbständiger geworden, denn ich habe ein Jahr in einem Land verbracht, dessen Sprache ich nicht verstand, dessen Kultur für mich neu war und das alles zusammen mit Leuten, die am Anfang noch fremd waren, aber inzwischen zu Freunden geworden sind.“

Martin Keller, ehemaliger Freiwilliger in Kreisau

Der pax christi Diözesanverband Aachen ist Teil der internationalen katholischen Friedensbewegung mit ökumenischer Ausrichtung, die heute in 60 Ländern der Welt für zivile Wege der Konfliktlösung sowie Gerechtigkeit und Dialog eintritt. Seit 1992 bietet pax christi Aachen Freiwilligen zwischen 18-28 Jahren für ein Jahr die Möglichkeit, in verschiedenen Auslandsprojekten mitzuarbeiten.

Das Besondere an dem Freiwilligendienst bei pax christi ist die Ausrichtung der angebotenen Projekte auf Friedens- und Versöhnungsarbeit. Ihre Mitarbeit im Projekt gibt den Freiwilligen die Gelegenheit, ihren Lebenshorizont und ihre Sozialkompetenz zu erweitern. Das freiwillige Jahr für den Frieden im Ausland ist zugleich ein Jahr interkulturellen Lernens und der Begegnung mit den Lebensbedingungen anderer Länder. 

Die Bewerbungsfrist für einen Friedensdienst mit pax christi 2023/2024 läuft noch bis zum 23.12.2022. Die Ausreise findet im Sommer 2023 statt. Für eine Bewerbung benötigen wir einen Lebenslauf, den ausgefüllten pax christi Fragebogen (siehe Homepage: www.pax-friedensdienste.de), das letzte Zeugnis und, wenn vorhanden, Nachweise zum ehrenamtlichen Engagement. Die Bewerbung kann per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! geschickt werden. 

Weitere Informationen zu den Einsatzstellen, zum Bewerbungsverfahren oder zu pax christi sind auf unserer Homepage: www.pax-friedensdienste.de zu finden

Judith Becker, Werkstudentin für Friedensdienste bei pax christi Diözesanverband Aachen

Rückblick Martinsaktion
in der Pfarre St. Joachim und St. PeterMartinsaktion 22


Zur Unterstützung der Lebensmittelausgabe in Norddüren hatte der Pfarreirat St. Joachim und St. Peter zu einer Martinsaktion eingeladen. Drei Wochen hatten die Kirchenbesucher die Gelegenheit, Wertmarken für Weckmänner zu kaufen.

Am 12. und 13. November 2022 konnten jetzt die Wertmarken eingelöst werden. In der Kirche St. Joachim wurden 8 und in St. Peter 24 Weckmänner verteilt. Viele Kirchenbesucher gaben auch großzügig eine Geldspende für diese Aktion, so dass 55 Weckmänner für die Lebensmittelausgabe am 24. November 2022 bei der Bäckerei Pley zu einem tollen Angebotspreis bestellt werden konnten.

Allen kleinen und großen Spendern und Helfern sei an dieser Stelle gedankt. Sie haben Sankt Martin wirklich ihr Gesicht gegeben. Der immer wieder geäußerte Wunsch nach Wiederholung solch einer Aktion wird im Pfarreirat gerne aufgegriffen.

Bibeltage 1200x640 II 2

Große Dinge werfen ihre Schatten voraus…

 
“Alte Botschaft – neues Kleid” - das Bibelprojekt der drei Dürener GdG St. Lukas, St. Elisabeth und St. Franziskus vom 22. Februar 2023 bis 10. April 2023
 
“Die Bibel– nein, die kommt in meinem Leben nicht vor!” – so würden vermutlich viele Menschen antworten, wenn man sie nach der Bedeutung der Bibel in ihrem Leben fragt.
 Aber stimmt das tasächlich? 

Ohne dass wir es bewusst merken, ist die Bibel fest in uns verankert: in der Sprache, beim Kochen und Essen, in der Musik, in und im künstlerischen Werken, bei Festen und Ritualen. 
Und nicht nur darin. Auch körperlich und geistig lässt die Bibel grüßen: beim Sehen, Hören, Fühlen, Spüren, beim Austausch mit Menschen, bei Begegnungen, und, und, und… Die Bibel gehört tatsächlich zu unserem Leben dazu.
 
Um dieser alten Botschaft der Bibel ein neues Kleid zu schenken, laden wir Sie zu unserem Bibelprojekt in der Fastenzeit 2023 ein.
Eine alte Botschaft kleidet sich zeitgemäß, muss aber auch erforscht und erfahren werden.
 
Das Projekt “Alte Botschaft – neues Kleid” stellt sich in vielen Facetten dar:
* im interreligiösen Dialog mit den abrahamitischen Religionen Christentum – Judentum – Islam
   mit  spannenden Gesprächen, Ausstellungen und Vorträgen.
* in künsterischen Angeboten wie Malen und musikalischen Aufführungen, 
* in sportlichen Herausforderungen, z. B. Yoga, Tanz und Wanderungen,
* aber auch in kulinarischen Angeboten beim Kochen nach biblischen Rezepten mit Verkostung
  auf dem Wochenmarkt,
* und in Angeboten für alle Altersgruppen und Familien, in spirituellen Angeboten, Früh- und
  Spätschichten, im klassischem Bibelteilen…
 
Seien Sie gepannt und vor allem auch neugierig auf dieses neue Kleid der alten Botschaft, kommen Sie vorbei, machen Sie mit!
 
 

Baumaßnahmen an der Pfarrkirche und an der Arnolduskapelle

Seit April dieses Jahres finden an sowie rund um Klein und Groß St. Arnold umfangreiche Sanierungsmaßnahmen statt. Mit Unterstützung des Bistums Aachen und der Bezirksregierung Köln konnte/konnten

  • der Kirchturm der Arnolduskapelle neu verfugt werden und der Turmhelm eine neue Verschieferung erhalten. Des Weiteren wurde der Turm statisch ertüchtigt und die Holzkonstruktionen im Innern konnten ausgebessert werden.
  • an der Pfarrkirche die Sakristeidächer und teilweise auch die dazugehörigen Dachstühle komplett erneuert werden. Ebenso wurde das Sockelmauerwerk an der gesamten Kirche und das Pfeilermauerwerk an der Nordseite neu verfugt. Des Weiteren musste der Blitzschutz ergänzt werden und auf dem gesamten Gelände mussten  sämtliche Kanalleitungen erneuert werden. Die hierfür erforderlichen Grabungsarbeiten wurden von der Bodendenkmalpflege begleitet, da die Leitungen durch ein Gräberfeld führen. Abschließend werden noch die Kirchenfenster auf der Nordseite durch eine Fachfirma überarbeitet.

Wir gehen derzeit davon aus, dass alle Arbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen sein werden.

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Verkauf des Pfarrhauses

Der Kirchenvorstand hatte bereits Ende des letzten Jahres beschlossen, das Pfarrhaus nach dem Auszug der Schwestern zu veräußern, da zur Neuvermietung eine Komplettsanierung erforderlich geworden wäre. Mit Frau Dr. Barbara von Meer geb. Velder, die gebürtig aus Arnoldsweiler stammt,  konnte eine Käuferin gefunden werden, die das Gebäude für eine spätere Vermietung im Einklang mit den Vorgaben der Denkmalpflege renovieren möchte.

Gleichzeitig hat der Kirchenvorstand entschieden, den Verkaufserlös unmittelbar wieder einzusetzen und zwar für den Bau eines Mehrfamilienhauses am Kindergarten. Hier sollen 6 barrierefreie Wohnungen entstehen, die besonders auch für Senioren geeignet sind. Die Planungen laufen derzeit noch und ein Bauantrag wird in Kürze gestellt. Mit den Mieteinnahmen sollen langfristig die Kosten für den Betrieb und die  Instandhaltung von Pfarrkirche und Arnolduskapelle gedeckt werden.

Für den Kirchenvorstand

Norbert Eßer

Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe eröffnet

Einen wichtigen Baustein im Netzwerk zur Unterstützung pflegender Angehöriger gibt es nun auch im Kreis Düren.

„Der Löwenanteil der Pflege wird zu Hause durch die Angehörigen geleistet. Deshalb sind wir sehr froh, nun auch die Pflegeselbsthilfe im Kreis Düren mit dieser Einrichtung aktiv unterstützen zu können“, freut sich Fachbereichsleiter Elmar Jendrzey vom regionalen Caritasverband Düren-Jülich. Das Projekt ist zunächst auf 3 Jahre angelegt. Dienststelle ist das Caritas-Beratungsbüro in Merzenich. Diplom-Sozialarbeiterin Britta Münch leitet das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe und verfügt über viel Erfahrung in Netzwerkarbeit und Empowerment von Gruppen und Initiativen. „In Nordrhein-Westfalen leben mehr als 640.000 Pflegebedürftige, die nicht allein von professionellen Pflegeeinrichtungen versorgt werden können. Pflegende Angehörige leisten eine wichtige Aufgabe“, so Münch.

Interessierte können sich ab sofort an Britta Münch wenden. Sie hilft bei allen Fragen rund um bestehende oder die Neugründung lokaler Gruppen, bei sonstigen Fragen zu deren Förderung und Organisation, vermittelt in bestehende Gruppen und vieles mehr. 

Sie ist erreichbar unter der E-Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! sowie telefonisch montags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 14 Uhr unter (02421) 967625 und persönlich in der offenen Sprechstunde im Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe, Lindenstraße 2, 52399 Merzenich, mittwochs von 12 bis 14 Uhr.

CAFÉ AUSZEIT – EIN TREFFEN FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE

Jeden letzten Donnerstag im Monat findet das Treffen von 10 – 11.30 Uhr
in der Seminarkapelle der Caritas in Düren in der Friedrichstraße 11 statt. (29.09.22)

Jeden ersten Donnerstag im Monat findet das Treffen von 16.30 – 18 Uhr
im Beratungsbüro der Caritas in Merzenich in der Lindenstr. 2 statt. (06.10.22)

Sie haben die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, finden Unterstützung und Verständnis, hilfreiche Informationen sowie Impulse durch einen anderen Blickwinkel. 

Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist notwendig unter 02421-967625 (Frau Münch) oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Es gilt 3G.

Ubi CARITAS et amor ...
„Wo die Liebe ist, wo wir etwas für unsere Nächsten tun, da ist Gott“ 
Beispiele aus unserer GdG  -  Zur Nachahmung ausdrücklich empfohlen

„Gemütliche Kaffeerunde - Hoven“

Auf der Seite „Regelmäßige Angebote“ ist diese Runde in jedem Pfarrbrief zu finden. Einmal in jedem Monat, in der Regel an jedem 3. Donnerstag, wird zu einem gemütlichen Kaffeetreff eingeladen. 

Es kommen Gäste aus Hoven, Echtz und Mariaweiler. Mehrmals im Jahr, z.B. zu Karneval, Ostern, Nostalgie Kaffee, Oktoberfest usw. werden Mottonachmittage veranstaltet. Es wird wird viel erzählt, Gedichte oder Geschichten vorgetragen und auch immer etwas gesungen. 

Ansprechpartnerinnen sind Frau Gisela Dzwiza und Frau Magda Baum, bei denen aktuelle Informationen erfragt werden können.

Am 18.08.2022 wurde das Treffen in besonderer Weise gestaltet, ein kleiner Ausflug zur Grillhütte in Echtz stand auf dem Programm. Bei Kaffee, Kuchen und Gesang (begleitet von Roswitha Reimer mit der Gitarre) verbrachten alle bei schönem Wetter einen gemütlichen Nachmittag. Besondere Gäste waren die Damen aus Echtz, Herr Servos, sowie Herr und Frau Iseke, über deren Besuch sich das Team der gemütlichen Kaffeerunde sehr gefreut hat.

 SeniorenGrillhuetteKaffeeteam

AufEinWort2Petra Tönnes„Ansprechpartnerin für Brautleute und Pläne aller Art“

In unserer neuen Reihe "Auf ein Wort" stellen  wir engagierte Menschen, ihre Aufgaben und Projekte vor. Die Stellenausschreibung für eine Pfarrsekretärin/einen Pfarrsekretär in dieser Ausgabe beschreibt detailliert den Aufgabenbereich und die Anforderungen dieses Berufsbildes. Da lag es nahe, die Mitarbeiterinnen unseres zentralen Pfarrbüros vorzustellen, die diese Aufgabe seit Jahren für uns übernehmen. Wir beginnen mit Petra Tönnes, verheiratet, Mutter von zwei erwachsenen Kindern, Sohn und Tochter,  und wohnhaft in Derichsweiler.

 Wie lange sind Sie schon  als Pfarrsekretärin für die Kirche tätig und wie sind Sie zu dieser Stelle gekommen?

Seit Oktober 2010, eigentlich war das Zufall. Auf dem Pfarrfest in Derichsweiler hat der damals stellverstretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Herr Caspers, mich angesprochen. Die langjährige Pfarrsekretärin in Derichsweiler, Frau Schippers, war erkrankt und wurde bereits seit längerem vertreten. Ob das nichts für mich wäre, also zunächst mal als Aushilfe im Pfarrbüro für eine „Zeit x“?
Ja,  das war der Startschuss für einen Sprung ins kalte Wasser.

Was zunächst nur als Krankheitsvertretung gedacht war, wandelte sich nach und nach in eine feste Stelle, da war ich dann mitten drin. Meine Ausbildung als Steuerfachgehilfin kam mir natürlich bei der Bewältigung der Verwaltungsaufgaben sehr zugute.

Die Liste der Aufgaben in der Stellenbeschreibung ist ja vielfältig, was genau ist ihr Bereich innerhalb der internen Aufteilung?

Mein Bereich ist zum Beispiel die Planung der Gottesdienste, das wird unterstützt durch eine zentrale Computersoftware. Am Computer werden alle Gottesdiensttermine eingepflegt, dann wird eine Monatsübersicht erstellt, die in der Dienstbesprechung der Priester als Vorlage zur Verteilung der Dienste benötigt wird.  In dieser Vorlage   stehen alle standardmäßigen Gottesdienste plus die Gottesdienste, die uns gemeldet werden, wie Maifeste, Schützenmessen, Hochzeiten, pfarrbezogene Anbetungen und so weiter. Teilweise habe ich auch schon die Priester vorgeplant, soweit es feststehende Absprachen gibt.  Das Ergebnis der Dienstbespechung wird dann eingetragen und letztendlich ergeben sich daraus die einzelnen Dienstpläne der Priester, des Diakons, der Kirchenmusiker, der Küsterinnen, bzw. aller beteiligten Mitarbeiter. Diese werden komplettiert, gedruckt und von mir über die entsprechenden Verteiler weitergeleitet. Manchmal wird die Zeit dabei recht knapp. Die Gottesdienstordnung für den Pfarrbrief muss schon früh, Mitte des Vormonates, ans Pfarrbriefteam gesendet werden, obwohl unter Umständen noch Termine oder Terminänderungen nicht endgültig geklärt werden konnten.

Für Brautleute bin auch die Ansprechpartnerin, alle Anfragen zu Hochzeiten kommen vorrangig bei mir an und ich versuche dann, entsprechend zu beraten und zu koordinieren.

Ein weiteres Aufgabenfeld sind Verwaltungsaufgaben, als Unterstützung und Assistenz für Herrn Esser.

Wie sieht denn ein typischer Arbeitstag im Pfarrbüro aus?

Meistens beginnt mein Tag mit dem Lesen der eingegangenen Emails. Darauf baut sich eigentlich das Tageswerk auf, da die Nachrichten das gesamte Spektrum meines Aufgabenbereiches abdecken, von Hochzeitsanfragen über Gottesdienstplanung bis hin zu Verwaltungsaufgaben. Bestimmte Sachen haben ihre festen Zeiten, aber eine strikte Trennung zwischen den Verwaltungsaufgaben und den eben genannten Bereichen ist oftmals nicht möglich.

Sie haben mehrfach den Begriff „Verwaltungsaufgaben“ erwähnt, können Sie diesen etwas detaillierter beschreiben.

Das sind Aufgaben, die ich im Auftrag oder zur Unterstützung des Geschäftsführers unseres Kirchengemeindeverbandes, Herrn Esser, übernehme. Dazu zählen zum Beispiel Versicherungsangelegenheiten. Ich melde Schadensfälle, kümmere mich um die Dokumentation des Schadens, sorge dafür, dass alle Leute, die an der Abwicklung und Behebung des Schadens beteiligt sind, benachrichtigt werden. Ein weiteres Feld sind die Aufgaben, die im Zusammenhang mit den Mietobjekten anfallen, wie Nebenkostenabrechungnen oder sonstige Arbeiten, die mir von Herrn Esser übertragen werden.

Für das kirchliche Meldewesen habe ich zu Beginn meiner Tätigkeit eine eigene Schulung beim Bistum gemacht. Wer wann und wo getauft wurde, die Erstkommunion und Firmung empfangen hat, geheiratet hat, verstorben ist oder aus der Kirche ausgetreten ist, das wird alles zentral über eine Software des Bistums Aachen erfasst und gespeichert. Daneben werden hier noch quasi in doppelter Buchführung die Kirchenbücher aller Pfarreien der GdG geführt.

Was ist denn nach einem anstrengenden Arbeitstag ihr Ausgleich, welche Hobbies pflegen Sie?

Auf jeden Fall das Lesen, das war schon immer mein Hobby, schon von Kind an. Ich werde nie den Ausspruch meiner Mutter vergessen: „Wenn sie jetzt nicht ein Buch bekommt, dann geben wir ihr das Telefonbuch, das liest sie auch noch, Hauptsache, sie hat was zum Lesen in der Hand!“ Wenn ich Zeit und Lust habe gehe ich gerne walken und im Urlaub wird viel gewandert.

Gibt es denn eine Lieblingslektüre?

Am liebsten lese ich Krimis oder historische Romane. Nicht so mein Ding sind Liebesromane oder „so’n süßlichen Kram“ oder „Verkitschtes“. Immer wieder gerne, sogar mehrfach seit ihrem Erscheinen, habe ich die Harry-Potter-Bände gelesen. Die nehme ich mir immer mal zum Entspannen, schlag sie irgendwo auf, lese, und da ich sie schon so oft gelesen habe, bin ich direkt wieder in den Geschichten drin.

Gibt es eine Person, die Sie gerne einmal treffen würden?

(direkte Antwort) Frank Walter Steinmeier. Ich weiß nicht genau warum oder kann es erklären, aber er fiel mir spontan ein. Immer, wenn ich ihn  im Fernsehn gesehen habe bei seinen Auftritten, in Interviews oder bei seinen Ansprachen, fand ich ihn sehr sympatisch und angenehm. Er hat was zu sagen, ich kann ihm gut zuhören. Daher fände ich es wirklich interessant, bei einem persönlichen Treffen mal zu sehen, ob dieser Eindruck zutrifft. 

Liebe Frau Tönnes, vielen Dank für dieses Gespräch und weiterhin viel Freude bei ihrer Tätigkeit für unsere GdG St. Franziskus.

(Das Interview führte Gerd Funk)

AufEinWort2Grobusch1"Ein stimmgewaltiger Holzwurm"

In unserer Reihe „Auf ein Wort“ stellen  wir engagierte Menschen, ihre Aufgaben und Projekte vor. 
Frank Grobusch ist Kirchenmusiker in unserer GdG.
Er ist verheiratet, Vater eines Sohnes und  lebt mit seiner Familie in Echtz.

Hallo Herr Grobusch, man findet Sie auf der letzten Seite des Pfarrbriefes unter der Rubrik: Organisten. Ihre korrekte Berufsbezeichnung ist doch Kirchenmusiker, was verbirgt sich dahinter und wie sind Sie dazu gekommen?

Kirchenmusiker wird man durch ein Hochschulstudium. Zum Beginn meiner Ausbildung war gerade ein Umbruch im Gange. Ich habe noch eine 4-jährige  Ausbildung am Gregoriushaus in Aachen absolviert und mit dem sogenannten B-Examen abgeschlossen. Heute würde dies einem Bachelor-Abschluss an einer Musikhochschule  entsprechen, den man bis zum Kantor, also dem Masterabschluss, erweitern kann. Bei mir war es so, dass ich seit meiner eigenen Kommunionvorbereitung Blut geleckt hatte, das Instrument Orgel hat mich fasziniert. Nicht nur der Klang, sondern auch das Gesamtwerk Orgel, so dass ich daran gedacht hatte, Orgelbauer zu werden. Doch Mitte der 90er Jahre war es nicht einfach, eine Lehrstelle als Schreiner, die Bedingung war, geschweige denn eine Lehrstelle  als Orgelbauer zu finden. So habe ich mich für die Kirchenmusik entschieden und bin direkt nach meinem Schulabschluss zum Gregoriushaus ins Studium gewechselt. 

Eine Aufgabe des Kirchenmusikers ist sicherlich die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Welche Aufgabenfelder gehören sonst noch dazu?

Neben den liturgischen Diensten ist natürlich die Chorarbeit ein weites Aufgabenfeld. Ich arbeite mit insgesamt 9 Chören, z.B. „More than Gospel“ mit 2 Hauptgruppen, einem Männergesangverein und den Gruppen „More than Mozart“ und „David’s Voices“. Dazu kommen Chor-Arbeitsgemeinschaften in  Kindergärten und Grundschulen, weil wir schon vor ca. 15 Jahren erkannt haben, dass es für die klassische Kinderchorprobe am Nachmittag kaum noch Zeitfenster gab. So nutzen wir Eckstunden in Schulen und Kindergärten am Vormittag, wo die Kinder auch erreichbar sind.  In Echtz besuchen 45 Grundschulkinder und in Derichsweiler sogar 60 Kinder diese Arbeitsgemeinschaften. In den Kindergärten sind es vornehmlich die Vorschulkinder, die mitmachen. 

Chorarbeit ist für mich auch Seelsorge. Egal ob groß oder klein, das soziale Miteinander unter Gleichgesinnten, gemeinsam das tun, was Spaß macht, dabei auch persönliche Erfahrungen machen und sich weiterentwickeln, das ist mir ganz wichtig. Ich habe nie jemanden, der mitmachen wollte, vorsingen lassen. Der Lerneffekt ist einfach da und es ist für mich eine tolle Erfahrung, wenn nachher aus eher unsicheren Einsteigern später sogar Solointerpreten werden. 

Wir erreichen als Kirche über die Chorarbeit viele junge Menschen, holen sie dort ab, wo Interessen vorhanden sind, arbeiten mit ihnen und fördern sie. Musik mit Kindern und Jugendlichen sowie Musikprojekte, wie zum Beispiel „Rückenwind“, das ist für mich eine Seelsorge mit Zukunft, denn ich habe mehr Nachfragen, als ich befriedigen kann. 

Wie kann man eigentlich die Arbeitszeit in solch unterschiedlichen Arbeitsfeldern festhalten?

Es gibt einen Bewertungsschlüssel für  die einzelnen „Dienste“, dazu zählen die regelmäßigen liturgischen Dienste, Gottesdienste, Wortgottesdienste, Andachten und so weiter, dann die „Casualien“, also Dienste, die anlässlich wichtiger Stationen im Leben von Menschen gefeiert werden, wie Exequien, Hochzeiten, Taufen. 

Die Chorleitung ist ein wichtiger Dienst, der die Vorbereitungszeit, die Probenzeiten und die Aufführungen einschließt. Dazu kommen Orgelpflege, Notenpflege, Erstellung der Organistenpläne und Vertretungsregelung, sozusagen Verwaltungsarbeit. Insgesamt umfasst eine volle Stelle 39 Wochenstunden, die durch die Dienste abgedeckt werden.

 

Ihr Gesang ist in unserer GdG bekannt und geschätzt. Mit so einer Stimme wird man doch nicht geboren, oder?

In gewisser Weise schon, wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass der Gesang mich anfangs weniger interessiert hat. Ich wollte ein Instrument lernen,  Klavier, aber ich hatte leider nicht die Möglichkeit dazu. Dabei sprachen ganz profane Gründe dagegen, die Kosten, der Platz in der Wohnung. Das Einzige, was bei mir ging, war das Singen im Chor. Ich wollte, entsprechend meiner Vorliebe für das Instrument, in meiner damaligen Gemeinde gerne Orgel spielen. Doch der Chorleiter wollte  niemanden ohne Beziehung zur Gemeinde an die Orgel lassen, da müsste ich schon in den Chor kommen. Das habe ich dann als 16-jähriger auch getan und bin dem Kirchenchor beigetreten. Natürlich habe ich gemerkt, dass meine Stimme ganz passabel war, aber ein Interesse an Gesangsausbildung hatte ich damals noch nicht. Erst im Verlauf meines Musikstudiums war   die Stimmbildung ein Teil der Ausbildung, wenngleich nicht mit der Bedeutung, wie die eigentlichen Hauptfächer Orgel, Klavier oder Chorleitung. Zu meinem Glück hat man mein Potential erkannt und meine Lernzeiten individuell verdoppelt. 

Womit beschäftigen Sie sich denn außerhalb Ihres Berufes? Gibt es außer der Musik noch andere Vorlieben?

Ein ganz großes Hobby von mir ist die Tischlerei, eigentlich bin ich so der handwerkliche Typ und als Orgelbauer wäre ich ja auch zuerst Schreiner geworden. Jetzt habe ich im Keller eine kleine Tischlerwerkstatt mit allen möglichen Geräten und Maschinen. Da bin ich immer, wenn ich Zeit habe, restauriere Möbel und fertige kleinere Sachen an. 

Ein zweites Hobby ist das Sammeln von Schallplatten, wobei die Musik, die ich da vorziehe, mit meinem Beruf wenig zu tun hat. Statt Chor- oder Orgelmusik höre ich vorzugsweise instrumentale Klassik, Symphonien und so weiter.

Durch ihre Mitgestaltung der Liturgie hören Sie viele Texte aus der heiligen Schrift. Gibt es eine Lieblingsstelle?

Ja, die Emmaus-Geschichte, die wir auch als unser Hochzeitsevangelium ausgewählt haben, spricht mich besonders an. Jesus ist ganz da, aber die Menschen erkennen ihn nicht. Da kann man Parallelen zum eigenen Leben finden, wenn man sich, vielleicht in dunklen Stunden, fragen muss, ist er nicht doch gerade da, um daraus Trost schöpfen zu können.

 

Gibt es jemanden, den Sie gerne einmal persönlich treffen würden?

Wenn ich in die Vergangenheit reisen könnte, würde ich gerne Ludwig van Beethoven treffen. Durch ihn bin ich  zur klassischen Musik gekommen. Ich habe viele Biographien von ihm gelesen und finde, dass er eine sehr faszinierende Persönlichkeit ist, die ich gerne näher kennenlernen würde.

Aktuell würde ich den Papst treffen wollen. Über ihn habe ich auch schon viel gelesen und ein Gespräch mit ihm wäre bestimmt sehr interessant.

Lieber Herr Grobusch, vielen Dank für dieses Gespräch!

(Das Interview führte Gerd Funk)