Am Freitag, den 16. Juli hat sich eine beeindruckend große Fußgruppe unserer Bruderschaft auf den Weg von Birkesdorf nach Arnoldsweiler gemacht, um im Rahmen der Arnoldus-Oktav gemeinsam zu pilgern. Nach dem gemeinsamen Fußmarsch nahmen wir am feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Arnoldus teil – ein schöner Moment des Glaubens, der Gemeinschaft und der Besinnung.
Die Arnoldus-Oktav ist eine jahrhundertealte Tradition zu Ehren des heiligen Arnoldus, dessen Verehrung in Arnoldsweiler seit über 1.000 Jahren besteht. Arnoldsweiler zählt damit zu den ältesten Wallfahrtsorten des Bistums Aachen. Jahr für Jahr kommen Pilgerinnen und Pilger zusammen, um den Glauben zu leben, Gemeinschaft zu erfahren und die Erinnerung an den heiligen Arnold lebendig zu halten.
Als Schützenbruderschaft ist es uns ein besonderes Anliegen, diese Tradition mitzutragen und weiterzugeben. Solche gemeinsamen Wege verbinden Generationen, stärken den Zusammenhalt und zeigen, dass Brauchtum und Glaube auch heute noch einen festen Platz in unserer Gemeinschaft haben.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich auf den Weg gemacht haben. Besonders gefreut hat uns die starke Beteiligung unserer Jungschützen. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Interesse und Engagement sie unsere Traditionen mittragen und gemeinsam mit uns leben. Genau das macht Hoffnung für die Zukunft unserer Bruderschaft.
Glaube. Gemeinschaft. Tradition. – Gemeinsam unterwegs.
Unser Mitglied Wilfried Cremer hat zudem ein Gedicht über die Wallfahrt geschrieben:
Fußwallfahrt der Schützenbruderschaft St. Petrus zum Arnoldus 2026
Zur Arnoldoswoche, Jahr um Jahr, zieht gläubig eine treue Schar.
Die Schützenbruderschaft St. Petrus steht bereit, vereint in Glaube und Gemeinsamkeit.
Auf Birkesdorfs Friedhof an der Marienkapelle traf man sich zur Nachmittagsstunde
Und begann mit Gebet und Gesang die Wallfahrt auf geweihtem Grunde.
Mit Gottes Segen und frohem Mut, nahm die Pilgerschar den Weg mit Zuversicht, das tat gut.
Entlang der Jülicher Bahn zog die Prozession dahin - das Pilgerkreuz voran mit frohem Sinn.
Den jungen Pilgern wurde zunächst erzählt, wie Gott den heiligen Arnold einst erwählt.
Von seinem Leben, seiner Demut und Kraft, die bis heute Glauben und Hoffnung schafft.
Der Rosenkranz erklang aus aller Mund, das Gebet verband die Pilgerstund.
Alt und Jung zogen betend einher, vereint als Schützen - das war nicht schwer.
Am Kreuz vor der Autobahnbrücke blieb man stehen, um betend auf den Herrn zu sehen.
Auch ein Marienlied erklang so rein, es bat die Gottesmutter um ihren schützenden Schein.
Der Weg führte weiter nach Arnoldsweiler hinein, begleitet vom Rosenkranz Groß und Klein.
Man begrüßte den heiligen Arnold voll Ehr, den Heimatheiligen der verehrt wird hier sehr.
Am Gemeindekreuz an der Ellener Straß`, endet die Wallfahrt, ganz still und mit Maß.
Im stillen Gebet gedachte man jener Zeit, den Pilgern vergangener Jahre voll Dankbarkeit.
Seit über dreißig Jahren ist diese Tradition Bestand, getragen von Bruderschaft starker Hand.
Zum Schluss gab´s noch ein Getränk für die Schar, dann ging es zur Kirche zum Festaltar.
Danach klang der Tag im Schützenheim aus, bei Imbiss in froher Runde im gastlichen Haus.
Ein schönes Beisammensein herzlich und fein, so soll es auch künftig stets wieder sein.
So möge Arnoldus alle Wege begleiten, heute und morgen und für alle Zeiten.
Gott schenke den Pilgern Gesundheit und Segen und führe sie sicher auf all ihren Wegen;
Denn wo Glaube die Menschen vereint, ist jeder Schritt vom Himmel gemeint.
So bleibt die Wallfahrt ein kostbares Band, zur Ehre Gottes und Segen für unser Heimatland.
(Wilfried Cremer)