Berichte

Am 25. Februar jährt sich zum 78. Mal die Befreiung des Zwangsarbeiterlagers Arnoldsweiler (Stalag VI H) durch die Amerikaner, das die Wehrmacht im März 1940 im Bereich Cormeillesstraße, Neußer Straße, Schützenplatz, Eichendorffstraße und Mörikestraße eröffnet hat. Es war das zweitgrößte Lager im Rheinland. Anfangs waren hier etwa 500 bis 800 Polen und Franzosen, später dann überwiegend Russen gefangen. Etwa 9.200 Kriegsgefangene durchliefen insgesamt das Lager, wobei insbesondere die Russen sehr schlecht behandelt wurden. Auch einige aus Arnoldsweiler waren hier als Aufseher etc. beschäftigt. Das Lager wurde damals als selbstverständlicher Teil des Dorfes wahrgenommen und war sogar auf Postkarten zu finden.

Im Arnoldsweiler Lager sind mehr als 1.500 Menschen, überwiegend Russen, gestorben. Diese waren anfangs auf der Merzenicher Heide begraben, ein Kreuz erinnert noch daran. 1960 wurden die sterblichen Überreste nach Rurberg umgebettet.

Die Wanderausstellung "Gegen das Vergessen – Zwangsarbeiterlager Arnoldsweiler", die der Deutsche Gewerkschaftsbund der Region NRW Süd-West und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Ortsgruppe Düren erstellt haben, kommt nun erstmals nach Arnoldsweiler in unsere Kirche.

Wir laden Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 25. Februar, dem Jahrestag der Befreiung, um 17 Uhr in unsere Pfarrkirche St. Arnold ein. Die Ausstellung wird noch bis Ostern zu sehen sein.

Pfarreirat Arnoldsweiler und DGB NRW Süd-West