Berichte

Marcus Seiler, GdG-Ratsmitglied schreibt im Newsletter des Bistums:

„Kirche ist für mich durchaus ambivalent"

Wortgottesdienst-Leiter, Lektor, Kommunionhelfer und Mitglied des Pfarrgemeinderates: Marcus Seiler engagiert sich vielfältig und mit jede Menge Herzblut in der Kirche. „Leider kriege ich die Jahre nicht mehr zusammen, aber vor mehr als 25 Jahren startete ich als Lektor und dann als Mitglied des Pfarrgemeinderates St. Michael Echtz“, sagt Marcus Seiler. In diesen fast drei Jahrzehnten hat der 55-Jährige viel erlebt. Neuanfänge, Aufbrüche und Veränderungen in seiner Kirche: Den Prozess zur Bildung der ersten Gemeinschaft Düren-Nordwest hat er von Anfang an mit begleitet, ebenso den Prozess der Verschmelzung der alten GdG Düren-Nord und der GdG Düren-Nordwest zur neuen GdG Düren-Nord bzw. jetzt zur GdG St. Franziskus Düren-Nord. Die ganze Zeit war er dabei jeweils im Gemeinsamen Ausschuss bzw. im GdG-Rat und im Vorstand engagiert.
„Kirche ist für mich durchaus ambivalent. Sie ist für mich Heimat, aber auch eine Heimat, an die ich auch kritische Fragen habe. Aber sie ist und bleibt damit auch Heimat. Die Zeiten sind heute auch sehr spannend, ein Wandel in der Zeit vollzieht sich, und die Kirche findet sich neu. Das geht nicht ohne Spannungen, und deswegen ist es spannend“, betont Marcus Seiler. Im GdG-Rat gehe es auch darum, Prozesse zu steuern und Angebote zu konzipieren, die einzelne Pfarren nicht mehr erbringen können. Gleichzeitig müsse die GdG auch „vor Ort" noch erkennbar sein. Das sei eine große Herausforderung. Wie dies noch besser gelingen könnte? „Ich möchte, dass Kirche Verantwortung auf eine breitete Basis stellt, auch im Sinne von Mitbestimmung.
Das würde besser betonen, dass alle unsere Stimmen in der Kirche und vor Ort gleich wertvoll sind“, ist Seiler überzeugt. Die Priester müssten zudem von administrativen Aufgaben mehr entlastet werden, um wieder mehr Zeit für ihre Kernaufgaben zu haben: Messe und Seelsorge. Zu den GdG-Wahlen und Kirchenvorstandswahlen, die im Bistum Aachen am 6. und 7. November stattfinden, steht dann auch wieder Marcus Seiler auf der Liste der Kandidaten. „Ich engagiere mich, weil es ein Glaubenszeugnis ist, Christus und seine Botschaft für mich existenzielle Bestandteile meines Lebens sind und ich so mitgestalten kann. Wir sind ja aufgerufen, Salz der Erde zu sein.“

Also:
Auch Eure Stimme zählt! Ihr könnt das Gemeindeleben vor Ort und alle anstehenden Veränderungen entscheidend mitprägen und gestalten. Nutzt die Chance: entweder, indem ihr von eurem