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Pfarrkirche St. Peter, Birkesdorf

Zum ersten Male urkundlich erwähnt wird die Kirche zu Birkesdorf in dem um 1300 entstandenen Liber Valoris (Verzeichnis der Kirchen und kirchlichen Einrichtungen in der Erzdiözese Köln sowie ihrer Einkünfte). Im Jahre 1430 wird in einer Schenkungsurkunde eine St. Nikolauskapelle an der Pfarrkirche erwähnt.

Die rege Zunahme der Kirchenbesucher, auch aus den umliegenden Ortschaften, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts machte den Bau einer neuen Kirche erforderlich. So erfolgte am 14.09.1853 die Grundsteinlegung einer neuen (nämlich der heutigen) Pfarrkirche nach den Plänen des Kölner Baumeisters Vincenz Statz. Die Kirchweihe am 26.09.1855 nahm der Kölner Weihbischof Dr. Baudri vor.

1855/56 wurde die alte Kirche, die inmitten des (ebenfalls aufgelassenen) Friedhofs am Friedensplatz stand, abgebrochen. In die neue Kirche übertragen wurde nur der Grabstein des Werner von Merode.

In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgte ein Umbau der Kirche. Der Kirchturm sowie das Querschiff wurden abgebrochen und neu errichtet.

1999 wurde der Altarraum umgestaltet: Der Altar wird vorgezogen und nach unten gestellt, so dass er näher an die Gemeinde rückt. Ebenso erhielt die Kirche einen Neuanstrich sowie eine neue Beleuchtung.
In den Jahren 1998 bis 2000 wurden zehn Buntglasfenster, gestaltet von Herrn Georg Jansen Winkeln aus Dahlem im Längsschiff eingebaut. Sie beschreiben den Marienzyklus.

2005 war ein  Jubiläumsjahr: 150 Jahre Pfarrkirche, 25 Jahre Bernd Naphausen Pfarrer in St. Peter, 100 Jahre Kirchenchor

 
Umbauarbeiten 1963 bis 1966: Architekt: Alfons Leitl; Finanzierung durch das Bistum Aachen, den Kreis Düren sowie die Gemeinde Birkesdorf

1. Bauabschnitt ab 1.11.1963:
• Bau eines neuen Querschiffes durch zwei dreigieblige Außenfronten mit großen Glaswänden (gestaltet von Schaffrath)
• Erneuerung des Chorraumes und Bau eines neuen Sakristeitraktes, der den Chorraum hufeisenförmig umgibt
• Neuer, weiter vorne liegender Altar
• 1964 neuer Seitenalter mit Tabernakel
Dezember 1964 wurden diese Arbeiten beendet, so dass die Gemeinde im Advent dort bereits feiern konnte.

2. Bauabschnitt ab 1965:
• Abriss des Turmes
• Restaurierung des Langschiffs aufgrund von Kriegsschäden und Erneuerung des Daches
• Bau eines neuen, 5m höheren Turmes (40m) mit ausreichend großer Glockenstube für ein späteres neues Geläut
• Parallel Bau eines angrenzenden Pfarrsaals mit Pfarrbücherei sowie Umbau des alten Jugendheims
Am 1.12. 1966 wurden die Bauarbeiten nach dreijähriger Bauzeit beendet.

Durch den Wegfall des Mittelganges und des neuen Querschiffes bietet die Kirche nun Platz für 500 Leute. 1979 schließlich erhielt die Kirche neue Glocken. 

 St.Peter, Alte Kirche

 

St.Peter, Innenraum heute

 

St.Peter, Die Kirchenfenster des Marienzyklus

Die 10 Buntglasfenster im Längsschiff beschreiben Szenen aus dem Leben Mariens, beginnend auf der Kreuzwegseite Richtung Turm verlaufend und an der Beichtstuhlseite wieder zurück. Sie wurden von der kfd und weiteren Sponsoren gestiftet und von 1998 bis 2000 eingebaut. Die künstlerische Gestaltung oblag Herrn Georg Jansen-Winkeln aus Dahlem, die Glasarbeiten wurden von der Firma Oidtmann ausgeführt.