Die strukturellen Umbauprozesse im Bistum Aachen, die mit dem Fastenhirtenbrief von 1989 von Bischof Klaus Hemmerle in Gang gesetzt worden sind und die am 1.1.2010 zum Abschluss kommen, betreffen bekanntermaßen auch unsere Gemeinden vor Ort.
So wird es ab 1.1.2010 eine große Gemeinschaft der Gemeinden Düren-Nord geben, die das Gebiet des alten Dekanates Düren-Nord umfasst. Parallel dazu wird es die rechtliche Struktur des Kirchengemeindeverbandes Düren-Nord geben, der Träger der pfarrlichen Angestellten (z.B. Küster, Organist, Erzieherinnen) ist.

Zur Intensivierung dieses Prozesses hat Bischof Mussinghoff ebenfalls die Neuordnung und Vereinigung von Pfarren im städtischen Bereich angeordnet. Diese Entscheidung betrifft bei uns die Pfarren St. Peter, Birkesdorf und St. Joachim, Norddüren. Sie bilden ab 1.1.2010 die Pfarre St. Joachim und St. Peter mit der PfarrkircheSt. Peter und der Filialkirche St. Joachim.

Somit gehören zur Gemeinschaft der Gemeinden Düren-Nord insgesamt 7 Pfarren:

  • St. Peter in Merken,
  • St. Michael in Echtz,
  • Herz Jesu in Hoven,
  • St. Martinus in Derichsweiler,
  • St. Mariä Himmelfahrt in Mariaweiler,
  • St. Arnoldus in Arnoldsweiler,
  • St. Joachim und St. Peter in Norddüren und Birkesdorf.

Um die gemeinsame Zukunft mit den anstehenden Veränderungen in den Blick zu nehmen, haben sich die pastoral haupt- und ehrenamtlich Tätigen ( das sind alle Mitglieder des Gesamtpfarrgemeinderates der Gemeinden rechts der Rur und alle Mitglieder des gemeinsamen Ausschusses der Gemeinden links der Rur) am 14. Mai 2009 in Merken zu einem gemeinsamen Abend getroffen.

Die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Düren-Nord umfasst knapp 18.000 Katholiken und bildet die flächenmäßig größte Gemeinschaft in der Stadt Düren. Daneben gibt es noch die Gemeinschaft der Gemeinden Düren-West (ca. 11.500 Katholiken), die sich aus den Pfarreien der Orte Birgel, Lendersdorf, Rölsdorf und Gürzenich zusammensetzt. Die Gemeinschaft der Gemeinden Düren-Mitte (St. Anna, St. Marien, St. Josef, St. Antonius, St. Bonifatius, St. Cyriakus) wird zusammengelegt zu einer großen Pfarrei mit dem Namen "St. Lukas" (über 20.000 Katholiken).

Was die Anzahl der Gotteshäuser in der GdG Düren-Nord betrifft, so gibt es neben den 8 Kirchen in den bisherigen Pfarren noch 3 Kapellen (Arnoldsweiler, Konzendorf, Geich) und im medizinischen/sozialen Bereich 3 Kapellen/Kirche (Marienhospital, Seniorenzentrum, rheinische Landeskliniken).

Zur Zeit arbeiten in der Pastoral hauptamtlich für die linke Rurseite Pfr. Plum, Herr Winkels (Gemeindereferent) und als Subsidiar Pfr. Bruchhausen. Pfr. i.R. Schnabel aus Merken arbeitet ebenfalls im Bereich der Liturgie mit. Auf der rechten Rurseite arbeiten in den Gemeinden Pfr. Naphausen, Pfr. Weber und Sr. Christa Maria Plum (Gemeindereferentin) und im Bereich der Liturgie auch der Krankenhausseelsorger Pfr. Lennarz. Die demnächst 7 Gemeinden des ehemaligen Dekanates und der künftigen GdG Düren-Nord sind das Arbeitsgebiet von Frau Buttermann (Pastoralreferentin).
In naher Zukunft wird es hier Veränderungen geben: Pfr. Plum möchte mit Erreichen seines 70. Lebensjahres 2010 in Ruhe gehen, und Pfr. Naphausen möchte mit Vollendung seines 40-jährigen Priesterjubiläums im März 2011 in Ruhe gehen. Schon jetzt ist davon auszugehen, dass es für beide Seelsorger voraussichtlich nur einen Nachfolger geben wird.

Das Bild der Kirche vor Ort wird sich weiter ändern. Liebgewordene Gewohnheiten der Vergangenheit wie regelmäßige Gottesdienste in allen Orten lassen sich in Zukunft so nicht mehr verwirklichen. Manche Wege werden weiter. Manches Althergebrachte wird nicht mehr in der bisherigen Form möglich sein. Zusammenarbeit und ein gutes Miteinander von allen haupt- und ehrenamtlich Verantwortlichen werden immer wichtiger. Doch nur so und im Vertrauen auf das Wirken des Heiligen Geistes kann im oft auch als schmerzhaft empfundenen Umwandlungsprozess wieder neues und anderes christliches Leben entstehen.

Ihr Vorstand des Gesamt-Pfarrgemeinderates
(Sr. Petra Luers, Frau Dr. Hoffmann, Frau Vostell, Frau Buttermann)