Wo ist das Jahr geblieben? So sind die Gedanken bei einer Reflexion. Der Sekundenzeiger zieht unaufhaltsam seine Kreise in die Zeit und reit Stunden und Tage auf bis zum Jahresende - und weiter. Vieles hat sich in diesem Jahr ereignet.

Bei unserem ersten Jahrestreffen in 2009 der Seniorengruppe "Spätlese" ging zunächst der Dank an Gott für das vergangene Jahr. Es gab einige Turbulenzen die sich heute als ein Geschenk erweisen. Da war im Jahr 2008 der Umzug vom Kindergarten in das ehemalige alte Kloster angesagt. Einige Vorbereitungen mussten noch getätigt werden, bevor der Umzug stattfinden konnte. In der Überbrückungszeit, wo wir keine Bleibe hatten, bot uns Frau Hinzen aus der Gaststätte in Arnoldsweiler ihre Gastfreundschaft an. In den sechs Wochen trafen sich die Teilnehmerinnen der "SPÄTLESE" ein Mal wöchentlich in der Gaststätte Hinzen. Für dieses Angebot waren und sind wir sehr dankbar. Dankbar bin ich allen Teilnehmerinnen, die - soweit sie konnten - an den anstehenden Arbeiten gut mitgeholfen haben. Die Mühe hat sich gelohnt. Ich berichtete schon einmal in den Medien davon.

Im Laufe des Jahres gab es auch einige Gäste die uns beehrten:
(Pfr. Naphausen, Pfr. Weber, H. Geuenich, Stadtverordneter und Vorsitzende vom Bezirksauschuss, Fr. Rolfink, Kreistagsabgeordnete, Fr. Sieben, Leiterin vom Kindergarten, H. Werke, Vertreter vom Seniorenbeirat der Stadt Düren, Fr. Hinzen, Gaststätte in Arnoldsweiler, Freundin von Kuck- Nussbaum und einige Schwestern aus Salzkotten) Pfarrer Weber nahm auch die Segnung der neu renovierten Räume vor.

Man muss die Feste "feste" feiern. Neben Weihnachten, Ostern, Pfingsten wurden auch die Geburtstage der Seniorinnen gebührend gefeiert. Die fünfte Jahreszeit reihte sich in die Festaktivitäten mit ein. Die Krönung einer Maikönigin ist schon Tradition geworden. Das Jubeljahr - "Goldenes Ordensjubiläum" hatte in diesem Jahr einen Höhepunkt. Nach der Dankmesse in der Arnolduskapelle waren alle zu einem Umtrunk eingeladen. Die Vorbereitung zum Fest hatten sich die Seniorinnen vorbehalten. Alles verlief sehr schön und harmonisch.

Wenigstens zwei Mal im Jahr lassen sich die Seniorinnen verwöhnen und gehen gemeinsam zum Essen. Diese Begegnung hat einen gemeinschaftsfördernden Charakter. Erstmalig hatten wir ein Sommerfest veranstaltet. Der Garten einer Seniorin bot sich dazu an. Strahlende Sonne, schattenspendende Bäume, eine Gartenlaube und dienstbare Geister trugen zu einem guten Gelingen des Festes bei. Innerhalb des Jahres fand dann noch eine Verlosung von Qualität statt. Geschenkte Sachen aus einem Geschäft wurden - mit Rücksprache der Spender - verlost.

Die Tagungsangebote für Senioren von - der Stadt Düren, Offene Altenhilfe, Busfahrten von der Stadt und der Pfarrgemeinde - waren sehr breit gefächert. Jede Teilnehmerin konnte sich frei entscheiden, daran teil zunehmen. Wegen mangelnder Anmeldungen wurde das Angebot der Stadtranderholung abgesagt. Die heißen Tage luden ein zu einem gemeinsamen Besuch in der Eisdiele. Für Viele ein Gaumenschmaus. In einer Diaschau wurden gefeierte Feste wieder lebendig vor Augen geführt. Bei den wöchentlichen Treffen steht eine kurze Meditation o. Geschichte, die Tasse Kaffee, Spiele und / oder Erzählstunde auf dem Plan.
Im Gedenken an die Verstorbenen Angehörigen nahmen wir teil an einer Eucharistiefeier. Im Anschluss war ein Frühstück vorbereitet.
Interessierte dürfen gerne bei uns einkehren und eine Gemeinschaft erleben. Der graue Alltag wird so wenigstens für ein paar Stunden in der Woche vergessen.

Birkesdorf,den 21.10.09
Schwester M. Christophora FCJM,
Leiterin der Seniorengruppe "SPÄTLESE"