Fußwallfahrt nach Heimbach seit 27 Jahren

Der ehemalige Pfarrer von Arnoldsweiler, Rudolf Wyrsch, gab 1981 den Anstoß zu einer Fußwallfahrt zur Schmerzhaften Mutter nach Heimbach. Als Pfarrer Wyrsch 1985 Arnoldsweiler verließ, haben zwei Mitglieder des damaligen Pfarrgemeinde-rates die Initiative ergriffen und die Wallfahrt in eigener Regie weitergeführt. Margot Schumacher bereitet seither die Wallfahrt inhaltlich vor, Hans Schumacher sorgt für den richtigen Weg. Resi und Gerhard Reimer machten sich mit selbstgebackenem, gespendetem Kuchen und etlichen Thermoskassen Kaffee auf den Weg nach Heimbach, um mit Hilfe von zwei ortsansässigen Damen die Wallfahrer zu verköstigen. Leider mussten die Damen aus Altersgründen 2003 diesen Dienst einstellen. Seitdem muss es ohne Kuchen gehen.

Meistens fand die Wallfahrt vor der großen Trier-Wallfahrt statt. So blieb es nicht aus, dass viele, die zu Fuß nach Trier gingen, sich eine Woche vorher auf den Weg nach Heimbach machten. Es ist wie bei der großen Wallfahrt, gepilgert wird bei jedem Wetter, ob bei strömendem Regen, Hitze oder Sturm. Dem entsprechend groß oder klein ist die Gruppe, die sich auf den Weg macht. Das waren schon mal über 60 Personen, aber auch schon mal nur neun. Man muss sich nicht anmelden, man packt seinen Rucksack und findet sich zur vereinbarten Zeit am Muttergotteshäuschen in Düren ein.

Von dort geht es durch den Burgauer Wald über Drove (dort gibt es eine Kaffeepause) und Thum nach Berg. Hier wird in der "Rosenflora" die Mittagspause gemacht, dann geht es über die Badewaldstraße in Richtung Heimbach. Dass es ein alter Pilgerweg ist, sieht man am Gedenkstein der Gemeinde Niederzier in Berg für 250 Jahre Pilgerweg und am Kreuz an der Abzweigung nach Heimbach eine Plakette für 150 Jahre der Gemeinde Lich-Steinstraß. Unterwegs wird dreimal der Rosenkranz gebetet, Meditationen regen zum Nachdenken an. Nach etwa 27 km ist das Ziel erreicht. Der Abschluss der Wallfahrt ist die Messfeier in der Salvatorkirche, die gemeinsam mit anderen Pilgerinnen und Pilgern, die mit dem Auto oder dem Zug gekommen sind, gefeiert wird.

Seit es die Weggemeinschaft mit St. Peter, Birkesdorf und St. Joachim gibt, sind auch diese Gemeinden eingeladen, mitzupilgern. Es gab jedoch auch schon immer eine Gruppe Mitpilgerinnen und Mitpilger aus Birkesdorf. Heute ist es die Wallfahrt der Gemeinschaft der Gemeinden Düren-Nord.

In diesem Jahr machten sich 18 Pilger mit dem Thema "Maria, Vorbild im Glauben" auf den Weg. Sehr hilfreich war, dass Hans und Margot Schumacher abwechselnd mit ihrem Auto die Pilger begleiteten, so dass Rucksack und Jacken nicht geschleppt werden mussten. Das Wetter war zum Wandern ideal, nicht zu warm und nicht zu kalt und ohne Regen. Margot hatte Meditationen über den Rosenkranz ausgesucht, die sie am Bilderstock vor Drove, vor Thum und in Berg am Gedenkstein von Niederzier vortrug, Resi Kluth die Rosenkranzgebete. Um 15.00 Uhr fand der Abschlußgottesdienst unter großer Beteiligung von vielen Pilgerinnen und Pilgern statt, der von Pfarrer Bernd Naphausen mit viel Herz geleitet wurde.
Nach der Messe war noch Zeit, sich bei Kaffee und Kuchen im Gemeindesaal zu entspannen. Alle waren sich einig, es war eine gute Wallfahrt, sie hätte noch mehr Teilnehmer verdient gehabt.

Resi Kluth

Bilder zur Fußwallfahrt finden Sie hier.