Das Oberthema lautet: "Was man so singt und spricht".

Der Grundaufbau jeder Eucharistiefeier ist gleich. Die einzelnen Elemente können jedoch sehr unterschiedlich umgesetzt werden.

Was singe und spreche ich da eigentlich in jeder hl. Messe?

Zugegeben, das ist nicht die brennenste Frage, die man sich für eine Predigt vorstellen kann. Aber genau dazu, einmal etwas in den Blick nehmen, das sonst einfach so ab- und vorbeiläuft, kann die Fastenzeit gut sein.

Für die drei Predigten wird es also jeweils um ein festes Element jedes Gottesdienstes gehen. Ich weiß, dass sich das bislang immer noch nicht spannend anhört, behaupte aber frech, dass es spannend werden wird.

Das gilt allerdings nicht für das Material, das auf diesen Seiten im Hintergrund geboten wird. Hier sollen ja nicht die Predigten vorab veröffentlicht werden, sondern es geht um Informationen, die für die Vor- oder Nachbereitung interessant sein können.

Die zu betrachtenden Elemente der drei Predigten sind:

  1. Das sogenannte Kyrie (Herr erbarme dich)
  2. Das Sanctus (Heilig, heilig, heilig)
  3. Das Agnus Dei (Lamm Gottes)

In allen neun Eucharistiefeiern werden wir diese Texte in ihrer Ursprache singen. Das heißt für das Kyrie in griechisch und für die anderen Gesänge in Latein.

An dieser Stelle werden sich die Geister scheiden. Es gibt die, die sehnsuchtsvoll an frühere Zeiten denken und sich darüber freuen werden. Es gibt aber auch nicht wenige mit üblen Kindheitserinnerungen und schließlich eine wohl recht große Gruppe, die sich unter dem, was da behandelt werden soll, so gut wie gar nichts vorstellen kann (abgesehen von der Befürchtung, dass es irgendwie langweilig oder anstrengend werden könnte).

Die alten Texte stehen unter einem dreifachen Generalverdacht:

  1. unverständliche Fremdsprache
  2. schwer zu singende Melodie
  3. inhaltlich kalter Kaffee

Was den kalten Kaffee anbelangt, bitte ich um einen kleinen Vertrauensvorschuß. Vielleicht wird ein ganz frischer Espresso daraus.

Die Melodien der vorgesehenen Gesänge sind sehr einfach und wie ich finde, einfach schön. Wir werden sie gemeinsam üben und schon das möchte ich so gestalten, dass es uns Freude machen wird.

Auch das Fremdsprachenproblem wird sich vor Ort in Luft und Freude auflösen.

Generalvoraussetzung zu all dem ist aber eine gewisse Anzahl von Teilnehmern und die Bereitschaft dem "alten Kram" eine neue Chance zu geben.

Das gilt dann auch für das Vaterunser, dass in allen Gottesdiensten als Paternoster erklingen wird. Da es melodisch wesentlich größere Anforderungen stellt, werde ich es in einer meditativen Form mit integrierter Übersetzung vorsingen. In der jeweiligen Abschlußmesse des dreier Zyklus wird es vor dem Gottesdienst eine Abstimmung geben, ob ein gemeinsamer Versuch gestartet werden soll.

Im Anschluß an die dritte hl. Messe lade ich zu einem gemeinsamen Austausch ein.

P. Timotheus Eller