Ankündigung:

Motto: Schritte auf einander zu....

Sich auf den Weg machen - sonst geht es nicht weiter. Eine ganz einfache Weisheit, die es aber in sich hat. Einen Tag lang direkt vor der Haustür neues Erleben. Der Weg beginnt um 9.00 Uhr in St. Peter Birkesdorf. Im Anschluß an die Einstimmung in der Kirche gibt es ein Pilgerfrühstück im Pfarrheim. Wer den Weg nicht mitgehen kann, ist trotzdem zu diesem ersten Programmpunkt herzlich eingeladen. Das gleiche gilt für alle Teilabschnitte und den Schlußgottesdienst um 18.15 Uhr in St. Arnold. Wer nur zu einem einzelnen Programmpunkt kommt, drückt damit seine Solidarität und Wertschätzung gegenüber denjenigen aus, die den ganzen Weg gehen.

An der Rur entlang gehen wir Richtung Norddüren. Unterwegs wird es immer wieder Überraschungen geben, die hier noch nicht verraten werden sollen. In St. Joachim angekommen halten wir um 12.00 Uhr eine Mittagsstatio in der Kirche. Danach stärken wir uns. Um 14. 30 Uhr geht es dann weiter. Der Weg geht über das Gelände der Landesklinik. In der Herz - Jesu Kirche halten wir eine weitere Statio. Wir wollen diesen Ort sehr Bewußt in unser Gebet aufnehmen. Auf möglichst ruhiger Strecke setzen wir dann den Weg nach Arnoldsweiler fort und lassen uns auf die Abenteuer unterwegs ein. Im Schützenheim der Arnoldus Schützenbruderschaft gibt es dann noch eine kleine Rast und danach ziehen wir zur Kirche, wo um 18.15 Uhr der Abschlußgottesdienst gefeiert wird. Für den Rückweg kann der reguläre Stadtbus (19.37 Uhr) genutzt werden.

Wer Freude daran hat mit Wort oder Tat zum Gelingen beizutragen ist dazu herzlich eingeladen.

Auf rege Teilnahme freut sich der Ausschuß für Familie, Kinder und Jugend.
In deren Namen grüße ich
Ihr P. Timotheus

Bericht:

Wir sind dann mal weg...

Wallfahrt ist in aller Munde, daher entstand im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie der Gemeinden St. Joachim, St. Arnold und St. Peter die Idee, sich auch auf den Weg zu machen unter dem Motto: "Schritte aufeinander zu". Was zunächst als kleine Aktion für wenige Jugendliche gedacht war, wurde mehr und mehr zu einer Idee, die in allen drei Gemeinden gezündet hat. Am Samstag, den 11.08., ging es um 9.00 Uhr in St. Peter Birkesdorf los. In der Kirche wurde im Kreis von 80 Gläubigen zunächst das Wallfahrtskreuz an Ort und Stelle zu-sammen genagelt. Drei Erwachsene und ein Kind nahmen von P. Timotheus Eller den Hammer und die Nägel entgegen. Während die Hammerschläge durch die Kirche hallten, stellten sich alle den Fragen: "Wo nagle ich Menschen fest? Wen lege ich aufs Kreuz? Wem verweigere ich den Notnagel, den er braucht?" Danach weihte Pfr. Christoph Weber das Kreuz ein, das alle Anliegen tragen sollte, die von den Pilgern auf Zetteln geschrieben wurden. Obwohl diese Aktion eine geraume Zeit in Anspruch nahm, blieb eine heilige Stille im Raum. Jeder war in Gedanken bei den Menschen, die er dem Gebet der Pilger anvertrauen wollte. Mit Zetteln übersät wurde das Kreuz dann auf den Weg gebracht, nachdem sich die Pilger beim Frühstück für den Tag gestärkt hatten. Es waren ausgerechnet die kleinsten Teilnehmer, die sich immer wieder um die Ehre rissen, das Kreuz zu tragen. Eine Abordnung der St. Petrus Schützenbruderschaft gab sicheres Geleit für den Weg, der an der Rur entlang Richtung St. Joachim in Düren Nord gehen sollte. Bei der ersten Station erging zunächst die Aufforderung, sich umzuschauen und jemanden zu begrüßen, der bislang ein Fremder war. Nach einer kurzen Schrecksekunde kam es zu rheinisch fröhlichem Austausch. Dann konnte sich jeder Pilger einen der Steine aussuchen, die vorher aus der Gemeinde St. Joachim herbei gebracht worden waren. Es waren die selben Steine, die dort am Karfreitag als "Sorgensteine" aus dem Mittelgang heraus zum Kreuz gebracht wurden. Sie waren nun Wegbegleiter bis sie von der kleinen Fußgängerbrücke aus im hohen Bogen in die Rur flogen. Für die Kinder war es ein großer Spaß - für die Erwachsenen ein ernster und befreiender Moment.

Die Brücke stellte jeden einzelnen auch vor die Frage:" Zu welchen neuen Ufern möchtest du aufbrechen?" Auf halbem Wege kam eine Abordnung der St. Joachim Schützenbruderschaft den Pilgern entgegen. Gemeinsam beteten alle den "Rosenkranz des Alltags", der erst am Tag zuvor entstanden war. Beim Einzug in die Karlstraße klangen "Großer Gott wir loben dich" und das Festgeläut zusammen. Herr Johannes Esser ließ es sich nicht nehmen, zur Freude der Pilger die Königin der Instrumente zu vollem Klang zu bringen. Zu dieser Statio kamen eine Reihe Gläubige hinzu, andere mussten sich verabschieden. Wieder wurden neue Anliegen für den weiteren Weg zu Papier gebracht. Das schmackhafte Mittagessen und eine ausgedehnte Pause gaben die Gelegenheit über das Erlebte zu sprechen. Die Kinder vergnügten sich derweil auf dem nahegelegenen Spielplatz. Um 14.30 Uhr holte Pfr. Ralf Linnartz die Pilger ab, die unter Gesängen zur Herz Jesu Kirche auf dem Gelände der Landesklinik aufbrachen. Die evangelische Klinikseelsorgerin Ulrike Grab führte die Gruppe in die bewegte Geschichte dieses Gotteshauses ein. Wiederum galt es, mit Blick auf die besondere Situation der Umgebung neue Anliegen dem Wallfahrtskreuz anzuvertrauen. Der anschließende Gang, der auch rund um die alte Haftanstalt führte, machte wieder deutlich, dass es kein Spaziergang war, der dort gemeinsam unternommen wurde. Auf dem Feldweg nach Arnoldsweiler bekamen dann die Kinder Freilauf, während die Erwachsenen noch einmal einen Rosenkranz beteten. Der Stopp für das Zusammentragen der Anliegen von Arnoldsweiler war dann wieder gemeinsam. Am Ortseingang erwartete die Arnoldus Schützenbruderschaft die Wallfahrt, um zu einer letzten Stärkung in das Schützenheim zu laden. Schon jetzt war allen klar, dass dieser Tag als rundum gelungen zu bezeichnen ist. Beim Abschlussgottesdienst um 18.15 Uhr in St. Arnold wurden dann einige der Fürbitten zu Gehör gebracht, die dem Wallfahrtskreuz im Laufe des Tages anvertraut worden waren. Die Mischung aus Tradition und neuen Ideen, das Zusammen von Alt und Jung - so lassen sich Schritte aufeinander zu gehen.

Bilder von der Wallfahrt