Liebe Gemeindemitglieder,

die Kirchengemeinden im Bistum Aachen sind durch den Bischof aufgefordert, dem Bistum Aachen bis zum 31.12.2015 ein Gebäudekonzept vorzulegen, aus dem hervorgeht, wie der derzeitige Instandhaltungsaufwand für alle pastoral genutzten Gebäude –bezogen auf den Gebäudebestand zum 1.1.2003- um ein Drittel reduziert werden kann. Der damalige Generalvikar hat im November 2010 im Namen des Bischofs darauf hingewiesen, „dass die finanziellen Mittel zur dauerhaften Instandhaltung der pastoral genutzten Gebäude schon heute nicht mehr ausreichen.“ Dem liegt zu Grunde die Abnahme der Bevölkerungszahl, der Katholikenzahl, der Kirchensteuereinnahmen, der Kirchenbesucher und der Priester. Dieser dramatischen Entwicklung muss sich die Kirche in jeder Hinsicht versuchen anzupassen. Damit ist dieser Prozess zunächst eine geistlich-pastorale Angelegenheit, der sich jede Gemeinde stelle muss. Im Zuge einer Informationsveranstaltung wurden die kirchengemeindlichen Gremien am 12.9.2012 erstmalig durch die KIM-Projektleitung des Bistums über die Durchführung informiert. In der Folge wurden im Sommer 2013 alle Gebäude in den Pfarren durch Experten der Joseph-Stiftung begutachtet. Die hieraus entstandenen Gebäudedokumentationen wurden der GdG Düren-Nord im März 2014 zur Verfügung gestellt. Im März 2015 wurden schließlich die jährlichen Instandhaltungsrücklagen pro Gebäude durch das Bistum berechnet und der GdG Düren-Nord übermittelt. Bereits seit Juni 2013 hat sich die KIM-Projektgruppe unserer GdG Düren-Nord, bestehend aus je einem Vertreter aller Gemeinden, intensiv mit der Thematik beschäftigt und Lösungsansätze in Zusammenarbeit mit den Kirchenvorständen thematisiert und erarbeitet. Nach Vorlage der prozessrelevanten Daten (Instandhaltungsrücklagen pro Gebäude) durch das Bistum haben wir in der KIM-Projektgruppe 2 mögliche Varianten zur Erzielung der bistümlichen Einsparvorgabe erarbeitet. Diese wurden in den beteiligten Kirchenvorständen mit großer Mehrheit beschlossen. In ihrer letzten Sitzung am 6.5.2015 hat sich die Projektgruppe einvernehmlich für eine Variante entschieden und nunmehr die Umsetzung beschlossen. Hieraus resultierend wird die GdG Düren-Nord mittelfristig 2 Kirchen einer anderen Nutzung zuführen. Ebenso werden einige Pfarrheime und Pfarrhäuser aus der Bistumsfinanzierung herausgenommen, so dass die bauliche Instandhaltung nunmehr in Gänze den einzelnen Pfarrgemeinden obliegt. Wenn auch nicht alle Gemeinden gleichermaßen betroffen sind, so haben die Pfarren auf Empfehlung der KIM-Projektgruppe beschlossen, einen fairen und solidarischen Beitrag zu leisten. Die betroffenen Kirchen sind die in Düren-Nord und Hoven. Sie bleiben bis auf Weiteres im bisherigen Umfang, besonders auch für Gottesdienste, geöffnet. Erste Überlegungen zu Nutzungsänderungen sind bereits thematisiert worden; ob diese allerdings realisierbar sind, bleibt abzuwarten, da entsprechende Planungen und Machbarkeitsstudien erst jetzt beauftragt werden können. Dieser Prozess war und ist eine schmerzliche Änderung im Leben unserer Gemeinden, den wir nur gemeinsam mit Gebet, gutem Willen und Gottes Hilfe angehen und weitertragen können.

Für die KIM-Projektgruppe und die Kirchenvorstände
Monsignore Norbert Glasmacher, Pfarrer

Maria Buttermann, Pastoralreferentin

Norbert Eßer, Geschäftsführer